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Kommentar: 15. 05. 2019: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
„Grenzerfahrungen“, freie Presse?



Am vergangenen Freitag, dem 3. Mai, dem Tag der Pressefreiheit, der weltweit überall in den Medien zu Recht gewürdigt wurde, stand auch in meiner Koblenzer Heimatzeitung ein ganzseitiger Artikel mit dem Titel „Grenzerfahrungen“, mit Beispielen, in welchen Ländern die Arbeit für Journalisten schwierig bis unmöglich ist. So möchte ich die in der beigefügten Grafik aufgeführten Länder nicht alle hier aufzählen, bei denen Pressefreiheit ein Fremdwort ist, da sich diese jeder Informierte vorstellen kann.

Interessant fand ich, dass Deutschland mit Finnland, Grönland, Island, Irland, Costa Rica, Jamaika, Schweden, Norwegen, Portugal, Estland, die Benelux-Staaten und Neuseeland die Bestnoten mit der Farbe weiß erhielten. Gönnerhaft erhielt Österreich nur das gelbliche Prädikat „zufrieden stellend“, da wohl dort eine Regierung mit der FPÖ installiert ist und man dieses Land, in dem Demokratie die gleiche Wertschätzung hat wie bei uns, als Abschreckung vor Nachahmungen stigmatisieren muss. Viele unserer europäischen, also in der EU befindlichen Nachbarn gehören, wie Frankreich gelblich, Polen orange eingefärbt, nun zu dem Kreis derer bei denen man mahnend den Zeigefinger hebt. Welch eine Arroganz.

Natürlich ist die Pressefreiheit in Deutschland gewährleistet, ohne Zweifel. Nur wie, das ist die Frage, wird diese hier angewendet? Jeder darf schreiben, wie er will, auch ich. Jede Geisteshaltung ist erlaubt(?), auch jede öffentliche Äußerung, wenn die Persönlichkeitsrechte anderer nicht tangiert werden.

Doch achtet man einmal genau darauf, wer und welche Partei im Fokus der zu Kritisierenden steht, erkennt man unzweifelhaft, das die konservativ denkenden Bürger, die sich in einer neuen Partei wiederfinden stigmatisiert, sich in einer rechtspopulistisch, also zu verdammenden Ecke wiederfinden. Der links-grüne Meinungspopulismus, der mit seiner ANTIFA wie in Hamburg und anderswo zu schlimmsten Gewalttaten neigt, wird medial, also von unseren freien Journalisten verharmlost.

Jetzt ist ein jeder, der ein Europa zwar will, aber nicht so, wie es heute praktiziert wird, ein Europagegner, ein Rechtspopulist. Welch eine Begriffsverwirrung. Wenn wir und so auch der Journalismus sich nicht einmal über Begrifflichkeiten einigen können, ist jeder Diskurs über irgendwas eine Farce. Unterschiedliche Vorstellungen, wie ein Europa künftig aussehen könnte, werden angeprangert. Es darf nur das eine, ein einheitliches Europa (EU) indem die Nationalstaaten gefälligst aufzugehen haben, anvisiert werden.

Dass bei der horrenden Schuldenlage der meisten EU-Länder ein einiges Europa unmöglich geworden ist, wird als Sakrileg und Rechtspopulismus angeprangert. Mit dem Weggang Englands aus der EU geht den solider wirtschaftenden Staaten des Norden die Sperrminorität verloren und diese können künftig bei allen begehrlichen Wunschträumen der Schuldnerstaaten überstimmt werden. Ein Albtraum! So werden völlig logische Fakten und Sachverhalte ausgegrenzt. Bürger, die das auch so empfinden und so wählen ebenfalls.

Die Wahlen am 26. Mai dieses Jahres werden zur Erhellung bei den so genannten ETABLIERTEN Parteien führen, denn der KONSERVATISMUS ist längst nicht tot, sondern sehr lebendig und strebt eher zu einem Europa der Vaterländer hin.

Nun zu dem Tagesthema der RZ von 3.5.2019 NR: 102 auf Seite 6 „Grenzerfahrungen“,und meinem der „RZ“zugesandten Leserbrief:
Natürlich zweifele ich in keiner Weise an der Freiheit des Journalismus in Deutschland. Pressefreiheit heißt aber auch, Politik kritisieren zu können. Jedoch stelle ich bei vielen Printmedien und TV Talkshows der öffentlich Rechtlichen ein links-grünes Meinungsmanagement fest, welche jede kritische Meinung zur Regierungspolitik, besonders zu den Migrantenproblemen, aber auch zu anderen Themen sofort als Populismus abwertet.

Konservative, selbst liberal denkende Zeitgenossen, welche an das Erhalten und Bewahren des seit der Gründung unseres Staaten Erreichten 1949 denken, mutieren nach Ansicht erschreckend vieler Medien in Presse und TV zu Rechtspopulisten und befinden sich nicht selten in TV Sendungen, deren Zusammensetzungen und Argumentationen schon einem Tribunal gleichkommen vor und machen dort ihre „Grenzerfahrungen“, da Journalisten und mitdiskutierende Kollegen die Grenzen objektiven Journalismus nicht einhalten.

Wir erleben in Deutschland zunehmend einen Journalismus, der zwar frei ist, aber diese Freiheit zu oft von parteilichem Denken einfärben lässt und seine Aufgabe, als „vierte Gewalt“ die Regierungspolitik zu kritisieren vernachlässigt. Auf der Karte dieser Themenseite ist Deutschland weiß, also positiv eingefärbt. Na ja, so ganz strahlend weiß geht es in unserer Medienwelt auch nicht mehr zu.

Bis jetzt wurde dieser Leserbrief noch nicht veröffentlicht.

Heiner Hannappel
Koblenz



E-Mail heiner.hannappel@gmx.de

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Permalink: http://www.fortunanetz.de/tageskomments/2019/Mai/Mai15.php







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