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Kommentar: 19. 11. 2017: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Die Murmeln der Kanzlerin.



Da kreisen sie wieder umeinander die Rohdiamanten, wie schon so oft in den letzten 12 Jahren und versuchen sich mit markigen Worten in Interviews und TV Sendungen zum Erhalt ihrer Ecken und Kanten, so diese bestehen, auf Distanz zu halten.

Ich weiß schon, es ist unerhört diesen Koalitionspartnern in spe vorab die Reinheit und den Wert von Diamanten zu unterstellen. Zwar schüttele ich mich dabei, als hätte man mir Swarovskis beschliffenes Kristallglas als Diamanten untergejubelt, jedoch gefällt mir der Vergleich trotzdem.

Nun zurück zu den „Rohdiamanten“.Diese benötigen, wenn sie für die breite Masse (Wahlvolk) verkäuflich werden sollen, einen richtigen Schliff und eine stabile Fassung. So nennt man die Schliffe auch nach meiner freien Übersetzung Koalitionsverhandlungen, an deren Ende dann ein von Allen akzeptiertes Schliffmuster steht, welches dann in eine stabile Fassung eingefügt, auch Koalitionsvertrag genannt wird.

In der parlamentarischen Gesellschaft wird nun ausgelotet, welche Schliffe überhaupt möglich sind, um in irgendeiner Fassung landen zu können und ob man denn überhaupt Kristallglas mit Diamanten zusammenfassen darf, wobei der Streit schon einmal darum geht, wer sich denn als echter Diamant betrachten kann, oder wenigstens selbstbewusst davon überzeugt ist.

Der Kanzlerin einen neuen Schliff zu verpassen, scheitert schon alleine an der Unmöglichkeit, einer in 12 Regierungsjahre aalglatt abgeschliffenen Oberfläche wieder eine neue Oberflächenstruktur zu geben.

Diese Kugel aus Kristallglas rollt nur noch gut und außer in Richtung Macht weiß man seit 12 Jahren immer noch noch nicht wohin. Diese Kugel passt eigentlich auch in keine Fassung zusammen mit wirklichen Diamanten, da Kristallglas im Gegensatz zu echten Diamanten kaum Wärmeleitfähigkeiten hat, oder hat jemand diese in Vergangenheit an der Kanzlerin bemerkt?

So eine Kugel muss also extra in einer Fassung gefasst werden, was ihr nach Größe, Glattheit ohne Ecken und Kanten auch zusteht. Vielleicht vertue ich mich bei der Kanzlerin und diese ist ein runder, abgeschliffener Onyx, da sie zu den „Schwarzen“ gehört. Sorry!Das ist zwar ein Halbedelstein, aber keinesfalls ein Diamant.

Wer muss denn dann, ob Diamant oder Kristallglas, noch geschliffen werden? Ja, richtig, die andern drei Diamanten / Kristallglas, Entschuldigung Koalitionäre in spe. Doch halt, eigentlich ist da doch einer, der schon immer dabei war, sozusagen auf dem Beifahrersitz der CDU bundesrepublikanische Macht mitschnupperte und sich im schönen Bayernland als lupenreiner Diamant gerierte. Ja richtig, die CSU, die stark von der Wahl verkleinert wurde und auch noch, nun aber ein weniger wichtig gewordenes Wörtchen zum Koalitionsschliff beitragen will.

Doch ebenso in langen Jahren rund abgeschliffen wie das Merkel-Kristallglas, hat man in Bayern Ängste, das man das bayrische Juwel künftig nur noch als gewöhnliches Kristallglas ansieht und dieser einst wertvoll gehaltene Stein künftig, also im September 2018 wegen Winzigkeit in keiner Fassung mehr vorkommen kann und wenn doch nur noch als (sind wir doch nicht so kleinlich) kleiner Diamantsplitter;-)

Tja, nun sind es nur noch zwei, die sich zwar für echte Diamanten halten, jedoch von Gutachtern, was wir mittlerweile doch alle sind, mangels Wärmeleitfähigkeit, trotz schillerndem guten Aussehen doch eher als Rohglas für den berühmten Swarovskischliff angesehen werden, den nun die Werkstatt von Frau Merkel übernimmt.

Und davor haben die beiden gelben und grünen Rohlinge Angst wie der Teufel vor dem Weihwasser. Sie haben eine kreatürliche Angst, in dem Schleifprozess dieser Ecken und Kanten Abschleiferin der letzten 12 Jahre, in denen so mancher ehemalige Rohdiamant (bleiben wir großzügig dabei) seinen Glanz oder Sitz im Bundestag verloren hatte.

Es bleibt mir völlig unverständlich, dass die aufgekratzte Fröhlichkeit aller Beteiligten, und deren vorauseilende Koalitionsbereitschaft schon in den Vorsondierungen, denn mehr ist es ja noch nicht, mit logischem Denken in Verbindung gebracht werden kann. Denn wenn jetzt ein Schritt weitergegangen wird, landen alle vier Möchtegerne Koalitionäre eben in Verhandlungen, also in den allseitig gefürchteten Koalitionsverhandlungen, in denen jeder seinen spezifischen Ecken und Kanten zur Disposition stellen muss.

Der Kanzlerin ist das egal, denn sie hat außer ihrem Machtwillen keine anderen Kanten, da sie je nach Bedarf mal links, mal rechts, mal liberal ist, wie sie selbst einmal bei „Anne Will“ sagte.

Wie kann es denn bei solch konträren Positionen, wie sie jetzt noch mit der Fahnenstange vor sich hergetragen werden, zu irgendeiner Einigung kommen, ohne dass allen Beteiligten außer Merkel und ihrem beliebig gewordenen Kanzlerwahlverein CDU/CSU Ecken und Kante abgeschliffen wurden. Keiner wird sich noch so richtig im Spiegel betrachten können. Keiner! Auch nicht der Strahlemann Lindner! Und alle müssen das Koalitionsergebnis ihren jeweiligen Parteigremien und ihren Wählern vermitteln. Alle müssen sich dann eingestehen, dass ihnen ihre Verliebtheit zur Macht und des Mitregierens wichtiger ist als ihre ehernen, in dem Wahlkampf hochgehaltenen Grundsätze.

Denn es ist nur all zu logisch, dass alle Koalitionsparteien im Kugellager der Macht dieser Dauerkanzlerin ohne Störgeräusche und Profil rundlaufen müssen. Da muss also noch viel geschliffen und gefeilt werden.

Was aber alle potentiellen Koalitionäre jetzt mit dem Blick auf die vermeintliche Macht des Mitregierens noch nicht so recht wahrhaben wollen ist, dass sie letztlich zu Murmeln dieser Kanzlerin werden, wie alle Koalitionäre der letzten 12 Jahre. Und mit Murmeln spielt man vorzugsweise, auch die Kanzlerin!

Selbst bei einer Rebellion auf der Kapitänsbrücke sähen sie, die Offiziersriege am Kabinettstisch alt aus, genau wie die Offiziere des Buches: „ Die Caine war ihr Schicksal“!Ungerührt und ohne Einsicht in eigene Fehler rotieren dann Merkels Murmeln wie die des Kapitäns des Minensuchbootes Leutnant Commander „Queeg“ in ihren Händen. „Klicke klick, klicke klick, klicke klick, ihr könnt mir nichts, ich habe recht, habe recht, habe recht und sehe keinen Grund irgendetwas anders zu machen. Auf zur nächsten Koalition, nach der nächsten Wahl.

Doch zu meinen, dass wir, die Wähler das nicht bemerken und die Ergebnisse in der nachfolgenden Politik nicht wahrnehmen, ist ein Trugschluss, der spätesten nach vier Jahren, oder da sich Merkel in der Kanzlerdämmerung befindet, auch schon früher an den Wahlurnen zu unliebsamen Quittungen für die Koalitionäre führen wird.

Ach, fast hätte ich noch vergessen zu erwähnen, dass es in diesem Riesenbundestag wieder eine Opposition gibt, welche alternativloses Gehabe wie bisher niemals dulden wird. Es wird im deutschen Bundesparlament also wieder l ebendig zugehen, denn die Zeit des parlamentarischen Schlafwagens ist endgültig vorbei.

Heiner Hannappel
Koblenz

Stichworte: Jamaika, Merkel, Kanzlerdämmerung Koalittionsverhandlungen

Namen: Kanzlerin Merkel, CDU,CSU,FDP, GRÜNE,Heiner Hannappel

E-Mail heiner.hannappel@gmx.de

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