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Kommentar: 07. 05. 2017: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Die Erosion unserer Kultur und Werte!



Buchauszug aus meinem in Kürze erscheinenden Buch: „Die Rechnung bitte Frau Bundeskanzlerin!“

Bevor wir in diesem Buch einen Blick auf die Situation unseres Planeten und die Politik und deren Protagonisten mit ihren fehlerhaften Entscheidungen betrachten, ein Blick auf unsere Werte, die von diesen missachtet und mit Füssen getreten werden.

Eine Wertegemeinschaft muss auch zu ihren Werten stehen, sonst ist sie eben keine Gemeinschaft!

Christliche Werte sind die Bausteine unserer Kultur und dürfen keinesfalls für wirtschaftliche und strategische Kriege missbraucht werden!

Werte sind Herrscher und Diener zugleich! Deshalb sind Werte unersetzlich, denn ohne sie sind wir schutzlos, machtlos und arm!


Unter dem Druck von Staats- und Bankenschulden und der Globalisierung wie auch einer hemmungslosen Konsummentalität schwinden zurzeit in Jahrtausenden gewachsene Werte unserer europäischen Kultur.

Unser durch die griechische, römische und auch arabische Kultur befruchteter christlich geprägter Okzident ist drauf und dran seine Werte einer Globalisierung und einer Bewältigung der im ganzen EU-Raum erdrückenden Schuldenlage auf Kosten der Kultur, der Bevölkerung und deren gewachsenen Demokratie- und Moralvorstellungen zu opfern.

Zwar fühlen sich die Bürger Europas nicht mehr sosehr an die rituellen Handlungen ihrer Kirchen gebunden wie in der Vergangenheit, was man deutlich an den schwach besuchten Gottesdiensten sieht, jedoch ist das christliche Gedankengut mit seinen Werten und moralischen Grundlagen immer noch Leitfaden in Erziehung und gelebter Wirklichkeit.

Obwohl die römisch katholische Kirche in der Vergangenheit viele Irrungen und Wirrungen durchlaufen hatte, wie z. B. die von ihr verursachten Leiden der Bürger im Mittelalter in Europa in den Zeiten der Inquisition, oder die vielen Kriege auf unserem Kontinent und darüber hinaus die Kriege im Namen und mit Segen der römischen Kirche mit einer falsch verstandenen Auslegung unserer Religion, hat diese und später auch die evangelische Kirche in allen Ländern ein tiefliegendes christliches Denken in einem bis heute geltenden Wertekanon etabliert, der in allen Verfassungen Europas seinen Niederschlag findet.

Sie, die eigentlichen Institutionen zur Wahrung von Anstand, Sitte und Moral werden aber ihrer Verantwortung heute in dieser Wächterfunktion kaum noch gerecht und sind in dieser Funktion zu selten wahrnehmbar.

Die wirklichen Probleme unserer Zeit müssten von den Kanzeln der Kirchen und von Bischöfen wieder energisch den Bürgern nahegebracht werden, anstatt sich zu sehr mit sich selbst und den kirchlichen Ritualen zu beschäftigen. So würden die Messen auch wieder häufiger besucht!

Hier versäumen die Kirchen aller Konfessionen sträflich ihre vornehmste Aufgabe, nämlich den Schutz unserer Werte wieder aktiv zu übernehmen.

Sie, die Vertreter unserer Religionen könnten diese für uns Bürger wieder attraktiver machen, wenn sie ein bisschen mehr Mut hätten, wenn aus ihrer wohlversorgten Nische öfters als bisher kritische Töne zum Erhalt unserer Kultur und des Wertekanons kämen.

Die Christen auf der ganzen Welt reagieren doch auf einen neuen Papst wie Franziskus geradezu euphorisch, wenn sie bei ihm Wahrhaftigkeit, gepaart mit Bescheidenheit und einem Willen zu Veränderungen in der katholischen Kirche zu erkennen glauben!

Auf der ganzen Welt ist der christliche Glaube nicht nur als ein schöner Traum verbreitet, sondern er muss auch gelebt werden! Auf der ganzen Welt sehen aber die Kirchen die Gefahren und Ungerechtigkeiten schon all zu lange, ohne das von diesen ein lautes unüberhörbares Aufbegehren zu vernehmen ist, um die Menschen daran zu erinnern, dass eine moralische Instanz Glaubwürdigkeit und Hoffnung verbreitet und beides konsequent auch vorlebt.

Den Kirchenfürsten ist es anscheinend gar nicht so richtig bewusst, dass sie noch immer einen wichtigen Platz in den jeweiligen Gesellschaften innehaben und so auch nicht bewusst, welche Lücken sie mit ihrem Schweigen zu den offensichtlichen Ungerechtigkeiten in ihren eigenen Reihen und auf dem Erdball in den Herzen der noch Gläubigen hinterlassen!

Ich spreche hier in diesem und den anderen kommenden Kapiteln oft von einer Wertegemeinschaft. Auch von unseren führenden Politikern und den Medien wird diese Wertegemeinschaft als Grundlage unseres Verhaltens immer wieder hervorgehoben.

Leider wird diese Wertegemeinschaft aber auch bemüht, wenn es darum geht, die Selbstbestimmung anderer Staaten zu beschädigen oder diese mit Kriegen zu überziehen, wie z. B. im Irak, Vietnam, Afghanistan und viele andere Unruheherde, wie Libyen, Syrien wo der Westen eine unrühmliche Rolle erkennen lässt, indem er das Morden Hunderttausender nicht nur toleriert, sondern auch sich selbst daran in wechselnden Koalitionen beteiligt, um seine angeblichen Interessen zu wahren.

Reihen wir uns, wenn wir gegen das Töten der USA z. B. mit Drohnen nicht aufbegehren, unter die „Guten“ ein, als die sich die USA selbst bezeichnen? Was für ein verkorkstes Weltbild tragen wir da in uns?

Wie kommen wir eigentlich dazu, unsere Wertvorstellungen auf andere Kulturen, die gänzlich andere geschichtliche Bezugspunkte, einen völlig anderen Werdegang unter völlig anderen Bedingungen hatten zu adaptieren? Und wenn ganze Weltregionen das nicht wollen, deren Völker mit Strafaktionen und Sanktionen zu überziehen. Diese erkennen doch auch, dass die westlich geprägten Demokratien von den Interessen des Kapitals und der Wirtschaft, den Banken zielgerichtet gelenkt, des Profits wegen, die Menschen in die Armut treiben.

Hier wird von den USA auf Kosten aller eine extrem egoistische Geopolitik betrieben, um ihren unipolar geprägten Machtanspruch zu erhalten, da diese eine sich gegen ihre geopolitischen Interessen multipolar entwickelnde Welt einfach nicht akzeptieren wollen! Der US-Militärhaushalt ist mit 650 Mrd. Dollar zehnmal größer als die militärischen Ausgaben Russlands, welches als hochrüstender Kriegstreiber in den von westlichen Interessen geprägten Medien dargestellt wird.

Der Elder Statesmen Henry Kissinger sagte einmal, dass die USA keine Freunde haben, sondern nur Interessen. Das war eine richtige Umschreibung amerikanischen Handelns bis heute. Denn die US-Politik ist ausschließlich auf „Amerika First“ ausgerichtet, erst recht mit dem neuen Präsidenten Donald Trump.

Es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass unsere „Wertegemeinschaft“ mit den USA von dieser nur benutzt wird, um die US Interessen zu befriedigen. Auch befindet sich Europa in einem Gegensatz zu einer total überschuldeten Supermacht, die mit ihrem praktizierten Raubtierkapitalismus die Welt ausplündert und behauptet all das sei gut, auch für uns Europäer und Deutsche und wir alle gehörten zu den „Guten“ der Welt!

Wie kann eine Wertegemeinschaft wie die westliche sich herausnehmen, in einer solch arroganten Einstellung die Welt in gut und böse zu unterteilen, um sich trotz erkennbarer Brüche des Völkerrechts mitsamt den aus letztlich wirtschaftlichen Gründen geführten, aber moralisch begründeten Kriegen, als das Gute der Welt, mit einer besseren Moral zu bezeichnen?

Dieses Verhalten hat aber mit einer christlichen Wertegemeinschaft nichts, aber auch gar nichts zu tun, sondern dient nur der Wahrung unserer wirtschaftlichen wie geostrategischen Interessen.

Doch Europa hat als einer der größten Wirtschaftsräume der Welt mit seiner noch unbestrittenen Wirtschaftsmacht veritable eigene Interessen in geostrategischer und wirtschaftlicher Hinsicht und sollte sich behaupten und sich nicht Vorschriften machen lassen, mit wem es Handel und Wandel betreiben darf wie zurzeit mit Russland!

Wenn Staaten sich einer Wertegemeinschaft zugehörig fühlen, ist es doch zwingend, diese Werte einmal zu benennen, auf die man sich doch so gerne beruft, um gegebenenfalls Verstöße gegen diese zu ahnden! Doch wer ahndet die Verachtung der USA gegenüber dem Völkerrecht, die aber immer mit dem Finger auf Russland zeigen? Wer ahndet die ständige Missachtung des Völkerrechts durch die einzige Supermacht USA? Wer hat die Macht und den Mut dazu? Es ist zu einfach, immer nur auf Russland zu zeigen und mit Hilfe der westlichen Medien dessen Politik als das personifizierte Böse hinzustellen.

Es bleibt uns nur ein ohnmächtiges, lähmendes Schweigen in der stillen Erkenntnis, das die seit Ende des Zweiten Weltkrieges und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von den USA dominierte und aufrechterhaltene unipolare Weltordnung uns eine kuschelige Sicherheit bot, der wir nach einem Rückzug des Weltpolizisten als Ordnungsmacht mit seinem in der Welt größten militärischen Vorschlaghammer ohne Ersatz verlustig gingen!!! Und was oder wer tritt dann an die Stelle der Amerikaner? …..Stille! Für diesen, ihren größten Vorschlaghammer brauchen die USA wie wir mittlerweile immer schmerzlicher bemerken, anscheinend immer wieder einen passenden Nagel. Und der wird da eingeschlagen, wo jeweils die Öl- und Gasquellen und die Pipelines liegen sollen!

Aber wir alle müssen uns dieser Frage im Hinblick auf die sich nun durch Präsident Trump drastisch verändernden Machtkonstellationen einmal stellen, und zwar schnellstens.

Unsere Kultur in Europa wurde schon früh von der christlichen Lehre geprägt, in welcher auch unsere Philosophen, Dichter und Denker ihre tiefen Spuren hinterlassen haben! Diese alle mit ihren Sichtweisen hier aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Buches sprengen.

Was aber entscheidend zu den Werten Europas geführt hat, sind die Zehn Gebote aus der Bibel!

Bei aller Kritik, der sich unsere Kirchen zurecht ausgesetzt sehen und sich dieser auch stellen müssen, um weiter glaubwürdig zu sein, waren und sind die Zehn Gebote ein Grundstein unserer Kultur und unserer Wertegemeinschaft und so auch in den Verfassungen der Staaten Europas als Leitfaden wiederzufinden.

Mit Fug und Recht kann man die Demokratie zu den Werten als Errungenschaft vieler Jahrhunderte zählen, die in aller Vielfalt, wie föderaler, präsidialer oder monarchischer Prägung in Europa Fuß gefasst hat.

Eine der prägenden Grundmuster der Demokratie ist die Mitbestimmung des Volkes. Leider erschöpft sich diese Mitbestimmung größtenteils nur auf den Wahlvorgang, wie bei den vielen Vertragsbrüchen im Zuge der Rettungsmaßnahmen des Euro, der Banken und Staaten und der Verteilung von Millionen Flüchtlingen in Europa zu sehen war, zu denen die Bürger nie ein Mitspracherecht hatten.

Ein weiterer Grundstein der Demokratie ist die freie Meinungsäußerung der Bürger und der Medien, wie die Unverletzlichkeit der Privatsphäre. Ebenfalls das Recht auf Arbeit für ein menschenwürdiges Leben. Außerdem sind die Staaten in Europa ihren Völkern verpflichtet im Rahmen ihrer Verfassungen Recht und Gesetz Geltung zu verschaffen ohne Rücksicht auf Ansehen der Personen.

In diesen Grundprinzipien dürften sich die Verfassungen der Nationen Europas ähneln und diese sich einer Wertegemeinschaft zugehörig fühlen! Jedoch handeln die Gerichte aller europäischen Staaten noch nach den Werten ihrer Verfassungen?

Erodieren die Verfassungen europäischer Staaten nicht gerade in atemberaubender Geschwindigkeit, um so den Euro-, Staaten- und Bankenrettungen nicht im Wege zu stehen und einer ratlosen wie konzeptionslosen Politik in den Hauptstädten dienlich zu sein, die sich Aufkosten der Spar- und Anlagevermögen durch deren langsame Entwertung über Minuszinsen schleichend entschulden wollen?

Da in allen Verfassungen Europas die Zehn Gebote der gemeinsamen christlichen Werte innewohnen, so auch in der Verfassung der USA, wäre hier eigentlich ein gemeinsamer Wertekanon begründet!

Doch die Verschmelzung dieser Werte in den USA mit ihrem über den ganzen Globus verbreiteten Raubtierkapitalismus und dem ungehemmten Machtstreben, die Welt zu dominieren, gepaart durch viele Interessenkriege passt absolut nicht in einen christlichen Wertekanon, den Europa mit seiner vielfältigen Kultur mittragen kann! Denn der Anspruch von Kulturgesellschaften wie der europäischen und der amerikanischen mit christlicher Prägung muss darin bestehen, diese christlichen Werte einzuhalten, um gegenüber sich und der Welt glaubwürdig zu erscheinen.

Ist aber diese von allen Politikern und Medien propagierte und beschworene Wertegemeinschaft, da diese im christlichen Sinn so nicht gehandhabt wird, nicht mehr glaubwürdig, wird diese unweigerlich an sich und ihren Ansprüchen zerbrechen!

Das gilt in der kleinen privaten Zelle der Familie genauso wie in der großen Gemeinschaft des Staates und der Staaten untereinander. Die Schwindsucht unserer Werte zieht sich mittlerweile durch alle gesellschaftlichen Ebenen und macht auch nicht vor den Familien halt, die sich vielfach unter dem Dauerbombardement der Wirtschaft, deren geforderten Konsumwahn zum Erhalt der Arbeitsplätze bedienen, nicht mehr in der Lage sehen, den eigenen Kindern eine Werteorientierung auf ihren Lebensweg mitzugeben.

So spricht die Hinwendung allzu vieler Jugendlicher, die sich irritiert von unseren nicht mehr gelebten Werten abwenden, sich nicht mehr hier bei uns beheimatet fühlen und deshalb ihre Bestimmung im ultrakonservativen sunnitisch-islamischen Salafismus des „Altvorderen“ wahhabitischen Ursprungs suchen, der sie letztlich mehr missbraucht, als eine konsumorientierte Gesellschaft es je tun könnte, für sich selbst und für uns alle eine alarmierende Sprache.

Wie will denn die christliche Wertegemeinschaft mit ihren Verwerfungen durch hemmungslosen Konsum gegenüber dem islamischen Glauben mit seinen Werten bestehen, dessen Menschen viel tiefer im Glauben verhaftet sind, als die materialistisch denkende westliche Kultur, in der dem unverantwortlichen Gebrauch von Menschen, keinerlei Schranken mehr gesetzt sind, da die Regierungen, besonders die deutsche den Primat der Politik an die Konzerne der Wirtschaft und Banken abgegeben haben?

Inwieweit haben die tief in ihrem Glauben denkenden und fühlenden Islamisten denn schon begriffen, wie brüchig unsere Wertevorstellungen mittlerweile sind, und wollen sich von einer Gesellschaft, wie der Unsrigen nicht mehr dominieren lassen?

Ich spreche jetzt nicht von dem „IS“ oder von anderen extremen Richtungen des Islams, sondern von den Hunderten von Millionen Gläubigen des Islams in der ganzen Welt, auch bei uns, die mit den radikalen Auswüchsen ihrer Religion nichts zu tun haben wollen und dennoch darunter leiden.

Wenn es auch wieder so erscheint, dass der Islam und die Christenheit in einen Gegensatz kommen, so liegt die Schuld für diese Differenzen nicht im mangelnden Verständnis der Religionen untereinander, sondern in der Realpolitik der verschiedensten Interessengruppierungen des Weltgeschehens, welche ihre Interessen wie schon kritisiert, durch die USA mit ihren europäischen Vasallen weiterhin ohne Beachtung der christlichen Werte vertreten lassen!

Denn niemals dient die Politik der Moral und dem Anstand, oder den Völkern, den Menschen, sondern nur den jeweiligen Interessen, bei denen die islamischen Interessen eher noch religiöser begründet sind als die der westlichen Staaten.

Auch im Verhältnis des sogenannten Westens zu Russland, oder die Streitigkeiten zwischen Japan und China, stehen wie schon erwähnt, nur Interessen Pate und nicht die Moral.

Hat man als Bürger dies begriffen, fällt es leichter, die Begleitmusik bei Auseinandersetzungen und Kriegen in Form von Manipulationen durch Bilder und tendenziöse Berichterstattungen aller beteiligten Seiten zu durchschauen und nach dem Muster, „was dient wem“, richtig einzuordnen.Sehr schnell wird dann aber auch klar, dass es mit unserer Wertegemeinschaft nicht all zu gut bestellt ist, da diese ständig gegen ihre eigenen Prinzipien eklatant verstößt und so die Zehn Gebote der Christenheit mit Füssen tritt.

Politiker, auch unsere Kanzlerin sprechen immer von der Verteidigung unserer Grundrechte, die aus dem Grundgesetz erwachsen und die der gemeinsamen westlichen Wertegemeinschaft.

Diese Werte einmal genau zu benennen, wäre wünschenswert, um so der Bevölkerung mit fest verankerten Parametern der Menschlichkeit, die christlich geprägt, dieser einen Anker in rauer werdenden Zeiten und ein Gefühl der Gemeinsamkeit zu geben.

Wie weit hat sich unsere Welt, unsere sogenannten Werte-gemeinschaften, die darin eingebundenen Nationen und deren Menschen, so unserer Zivilisation westlicher Prägung denn schon unter dem Druck eines hemmungslosen Gewinnstrebens verändert? In welch einer Wertegemeinschaft leben wir, in der den Menschen die Parameter von Moral und Anstand verlorengehen, da sie spüren, dass die Wirtschaft, die Finanzwelt und die Politik diese Werte als lästigen Ballast beiseiteschieben, oder gar über Bord werfen?

Wehrlosigkeit und Ohnmacht nisten sich im Denken der Bürger ein, da sie zu den essentiellen Entscheidungsfindungen, die sie zu allererst betreffen, nicht einmal mehr von den eigenen Volksvertretern gefragt werden, da diese devot den sie beherrschenden Machtstrukturen dienlich sein wollen, was diese aber nicht müssten und erst recht nicht dürften.

Hier werden Werte einem unseligen Zeitgeist geopfert, die wir alle in den kommenden Zeiten des Mangels dringend benötigen! Doch die Grundlagen unserer Werte und des Grundgesetzes sind alles andere als schwammig, da sie auf den Zehn Geboten der Bibel beruhen!

Die Zehn Gebote nach Martin Luthers kleinem Katechismus:

Das erste Gebot!
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.


Dieser Alleinvertretungsanspruch passt nicht mehr in die heutige Zeit. Es gibt viele Religionen, die für sich das Recht herausnehmen, die einzig wahre zu sein. Es wäre wünschenswert, wenn sich wenigstens eine davon als die Ehrlichste, Wahrhaftigste und Gütigste herausstellen würde. Warum wetteifern die christlichen Religionen mit den anderen Weltreligionen nicht genug um diese Attribute? Die Welt sähe dann besser aus. Wie pervers eine Religion interpretiert werden kann, sieht doch jeder an den Folgen einer extensiv gelebten Religion wie der fundamentalistische Islam, am Beispiel des mordenden „IS“ in Nahost.

Das zweite Gebot: Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

Was mit den Kreuzzügen, der Inquisition im Mittelalter, den Hexenverbrennungen, dem Ablasshandel der katholischen Kirche, der Verbreitung des christlichen Glaubens unter Zwang in aller Welt, den von Päpsten inszenierten Kriegen auf dem europäischen Kontinent und der Inanspruchnahme der jeweiligen Kriegsparteien in den Weltkriegen im Namen Gottes an menschlichem Leid angerichtet wurde, ist ohne Zahl. Hier wurde und wird auch heute wieder, wie wir in Nah-Ost erleben zuhauf gegen dieses Gebot verstoßen!

Das dritte Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen.

Was mit diesem wichtigen Gebot im Zeichen des hemmungslosen Gewinnstrebens und Konsums angerichtet wird, kann man an den vielen verkaufsoffenen Sonntagen, besonders zur Adventszeit sehen. Es ist eine Schande, wie hier durch gesetzlich geschaffene Freiräume der unverzichtbare Ruhepol der Familien auf Seiten der Arbeitenden durch Einkaufende zerstört wird! Und die Kirchen halten sich bedeckt. Hier wird von uns allen gegen dieses Gebot verstoßen! Es gibt halt Arbeit an Sonn- und Feiertagen, die unerlässlich ist, aber dass Menschen zur Gewinnmaximierung einiger Weniger unter dem Deckmantel wirtschaftlicher Notwendigkeiten der Geschäftswelt arbeiten müssen und so die Kultur der Sonn- und Feiertage zerstören, ist nicht hinnehmbar.

Das vierte Gebot: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Hier bei diesem Gebot kann man erkennen, dass das christliche Gedankengut in den Familien überwiegend praktiziert wird, weil die menschlichen Bindungen schon von Natur aus dieses Gebot unterstützen. Aber trotzdem entstehen aus der finanziellen Situation der Staaten und ihrer Gesellschaften Zwänge, alte Menschen gegen ihren Willen und unter Missachtung dieses Gebots in die Vereinsamung von gewinnorientierten Institutionen wie Altersheime abzuschieben, sogar mittlerweile ins billigere benachbarte Ausland. Diese Entwicklung wird zwar zunehmen, aber im Zuge des Mangels auf kommunaler Ebene und zunehmender Rentenarmut durch die Zerstörung von Altersvorsorgen aufgrund einer verfehlten Politik werden aber die Kosten für die dafür in Haftung genommenen Familien der Kinder und Verwandten nicht mehr finanzierbar sein, da die Familien diese ausufernden Kosten nicht mehr leisten können, ohne selbst zu verarmen!! Hier wäre ein kluges Nachdenken des Staates angebracht, der aber eher Banken rettet, als den alten Menschen und ihren Kindern diese immensen Sorgen der Finanzierung im Altersheim oder zu Hause zu nehmen.

Hier stehen sich Moral und Menschlichkeit auf der einen Seite und Geldmangel auf der anderen gegenüber und werden bei den demographischen Aussichten zu einer der Zerreißproben in unserer Gesellschaft, da der alternde Mensch jenseits seiner Lebensleistung zunehmend nur noch als Belastung angesehen wird. Hier wird unsere Gesellschaft im Kollektiv gegen dieses Gebot verstoßen und mit Scham belastet abends ins Bett gehen und morgens Früh bei den Gedanken an ihre Eltern schambelastet wieder aufstehen!

Das fünfte Gebot: Du sollst nicht töten.

Schauen wir in die Vergangenheit, die Gegenwart und in die nahe Zukunft und wir werden erschrecken, wer und wie viele dieses Gebot infolge der sinkenden Hemmschwellen durch TV-Sendungen, Filme, gewaltverherrlichender Spiele verleugnen und brechen!

Es sind nicht nur die asymmetrischen, die Haager Konventionen verletzenden Kriege oder die „regulär“ geführten Kriege, sondern auch die durch unterlassene Hilfeleistungen und durch Manipulationen wegen purer Gier an den Warenterminbörsen wie an der Eurex in Frankfurt, die in aller Welt Hunger und Tod bringen, dieses Gebot so schändlich ignorieren und so gegen den christlichen Wertekanon und nicht nur gegen diesen, sondern gegen die Werte aller Religionen verstoßen!

Es ist einfach grauenhaft, zu was die Völker, deren Menschen weltweit, in allen Gesellschaften und deren Schichten fähig sind und so fortwährend ihre naturgegebene Menschlichkeit verleugnen!

Was ist es denn anderes als Morden und töten, wenn US-Präsidenten den Befehl geben, mittels Drohnen ohne Rechtsgrundlage missliebige Menschen in aller Welt ohne Gerichtsurteil zu töten und das Leben Unschuldiger gleich mit, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren? Man bezeichnet diese Morde dann zynisch „Kollateralschäden“! Dieses so ausgelöste Leid betroffener Menschen interessiert keinen Staat der westlichen „Wertegemeinschaft“! Wie steht es denn um die Moral und den christlichen Werten jener aus unseren Bundesregierungen, die es zulassen, dass diese von US-Präsidenten (auch von dem Friedens-nobelpreisträger Barak Obama) befohlenen völkerrechtswidrigen Mordorgien von dem US-Militärflughafen Ramstein mit Hilfe deutscher Soldaten gesteuert werden dürfen? Deutsche Kanzler/innen billigen das alles! Die Kirchen schweigen dazu auch und verkünden mittels Bibel uns das Wort Gottes! Was ist es denn anderes als Morden und Töten, wenn die sogenannte westliche, christlich geprägte „Wertege-meinschaft“ ganze Regionen der Welt entlang begehrter Energiefelder und Pipelines mit schädigenden Wirtschaftskriegen überzieht und die Destabilisierungen von intakten Staaten anzettelt, oder nicht verhindert, und alle Welt mit Waffen beliefert, um der Rüstungsindustrie zu gefallen? Warum ist der Vatikan dazu so leise? Warum schweigt dieser?

Ist der Vatikan eventuell Mitspieler im Rüstungsgeschäft ...? Millionen Menschen fliehen nach Europa, um diesem Morden im Nahen Osten, welches mit unzähligen Bomben ihre Städte und Heimat zerstört, zu entgehen. Wo werden hier die Werte des fünften Gebotes von der christlichen Wertegemeinschaft gewahrt und befolgt?! Warum wird diesen aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen nicht ausreichend vor Ort mit menschenwürdigen Unterkünften geholfen?

Warum lässt die „Wertegemeinschaft“ diese Kriege überhaupt zu und liefert unbeirrt in immer größeren Mengen Waffen in diese Krisengebiete??

„Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Kriege geben“, sagte der, russische Erzähler und Romanautor Autor Leo (Lew) Nikolajewitsch Graf Tolstoi. (1828-1910)! Wie wahr!

Das sechste Gebot: Du sollst nicht ehebrechen.

Ach, was soll ich dazu sagen? Den Ehebruch gab es schon zu allen Zeiten und war zu allen Zeiten gesellschaftlich geächtet und verpönt und wurde trotzdem begangen. Der gravierende Unterschied zu der heutigen Zeit ist, dass durch die Entwicklung in unseren Gesellschaften die Ächtung von Ehebruch derart relativiert wird, so dass dieser zu einer gesellschaftlichen Normalität wurde.

Wer regt sich denn noch auf, wenn in seiner nächsten Umgebung Ehebruch stattfindet und nach einer Scheidung dann eine Wiederverheiratung auf dem Standesamt ansteht? Fast jede zweite Ehe steht mittlerweile vor dem Scheidungsrichter.

Selbst das deutsche Scheidungsrecht hat sich von der Schuldfrage verabschiedet und der Staat wälzt alle Belastungen durch Scheidung auf den finanziell Stärkeren ab, auch wenn dieser ob Mann oder Frau offensichtlich der Betrogene ist. Eine in sich starke Ehe lässt keinen Freiraum für einen begehrlichen Blick auf eine andere Beziehung!

Wer nimmt sich denn noch das Recht heraus, Fremdgehen und Ehebruch wie nachfolgende Scheidung zu verurteilen. Ich werde mich hüten, aufgrund meiner Lebenserfahrung und nach bald 50 Ehejahren, dieses für mich und meine Frau erfolgreiche Konzept anderen Menschen aufzuzwingen und als Ideal anzupreisen, die aufgrund ihrer Lebensumstände und persönlichen Schwächen oder Stärken einer anderen Lebensphilosophie nachgehen. So finde ich es einfach nur schade, wenn Menschen entgegen dem Sinn dieses nicht mehr zeitgemäßen Gebots andere Wege gehen und aus welchen Gründen auch immer ihr Leben anders gestalten. Nur sind bei einer Trennung in allzu vielen Fällen die Kinder die Leidtragenden, auch wenn sich beide Elternteile im Sinne ihrer Kinder kulant verhalten, was allzu selten vorkommt.

Oft wird um eine Partnerschaft nicht genug gekämpft, was den Wert derselbigen erhöhen würde und den Kindern ebenfalls den Wert des Zusammenhaltens aufzeigen könnte. Oft aber ist es auch für Kinder besser bei einem Elternteil und dessen andern Partner zu leben und eine gute Verbindung zum jeweils anderen Elternteil zu haben, als Eltern zu erleben, die sich endlos zerstreiten. Glück wünsche ich allen auf jeden Fall!

Das siebte Gebot: Du sollst nicht stehlen.

Das Stehlen gab es wie das Töten zu allen Zeiten und gehört wohl zu den niederen Neigungen der menschlichen Natur. Stehlen und Töten sind sich nicht fremd, denn beide Sünden haben eine grenzenlose Missachtung der Mitmenschen wegen purer Gier gemein. Lediglich das Stehlen aus Not findet in unserer Gesellschaft gerade noch Verständnis.

Doch wie definiert man heutzutage Diebstahl?

Welche Parameter werden denn heute angelegt, wenn die Grenzen zur Bereicherung über ökonomische Interessen, staatlichen Überlebens wie zurzeit verschwimmen?

Wer verurteilt das Handeln der EZB-Gremien, wenn diese ihre Mandate überschreiten und durch eine Nullzinspolitik die Altersvorsorge dem Zerfall preisgibt, um den längs fälligen Zusammenbruch unseres Geldsystems hinauszuzögern?

Wer wehrt sich gegen die Staaten, die diesen Raubzug des westlichen Finanzsystems stillschweigend billigen? Das Verhalten der Staaten, der US-Zentralbank FED und der EZB ist Diebstahl, nichts anderes, denn es werden angesparte Lebensleistungen der Bürger vernichtet. Wer wehrt sich gegen den klammheimlichen und offenen Diebstahl unserer Vermögen, Kultur, gesellschaftlicher- und sozialer Errungenschaften durch Konzerne, Wirtschaft und Politik?

Wer erkennt heutzutage diese Diebstähle, die ganze Gesellschaften zum Negativen hin verändern, nur um der Gewinnmaximierung Einzelner zu dienen? Es sind zu wenige.

Kann man es Stehlen nennen, wenn Verträge gebrochen werden und die Bürger für die Folgen geradestehen müssen?

Kann man es Stehlen nennen, wenn der Staat seinen Bürgern immer höhere Steuern aufbürdet, diese Steuergelder zweckentfremdend vertragswidrig anderen Staaten und Banken als Bürgschaften und direkte Transferzahlungen überlässt, oder sinnlose Kriege, wie in Afghanistan mit Steuergeldern führt?

Jeder kleine Bürger wird wegen geringster Vergehen zur Rechenschaft gezogen und verurteilt! Doch wer zieht diejenigen zur Verantwortung, die aus grenzenloser Gier nach Boni Billionen spekulativer Euro Schulden den Bürgern und deren Nationen arrogant zur Bezahlung vorlegen, weil sie sich als systemrelevant vorstellen und in Anbetracht der weltweiten Verflechtungen das System an sich auch sind. Wer verurteilt diese Verbrecher im Nadelstreifenanzug in den Banken oder in den Vorstandsetagen von Konzernen, die mit Betrugssoftware die Kunden betrügen und Arbeitsplätze gefährden?

Zu viele in politischer Verantwortung weltweit nehmen diesen ungeheuren Diebstahl unseres Rechts anscheinend einfach so hin, da man diesen verrufenen Berufsstand der Banker weltweit nicht im Detail zu fassen bekommt, um gerechtere Urteile zu fällen. Der staatlich geduldete Diebstahl unserer Rechtsnormen durch die Finanzwelt und Konzerne und auch Parteien ist meiner Ansicht der größte Verlust, den man uns Bürgern zumutet! Das Verhalten der europäischen Staaten zur Rettung der Banken und der Eurozone ist außer materiellem Diebstahl, ein Diebstahl an etwas viel Größerem, nämlich dem „Vertrauen“!

Das achte Gebot:Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.(Du sollst nicht lügen)

Wer kann schon von sich behaupten, dass er gegen dieses Gebot noch nie verstoßen hat? Da gibt es die vielen kleinen zur Gewohnheit gewordenen Lügen des Alltags, ohne die wir seltsamerweise nicht auskommen können und diese und ehrlicherweise nicht bräuchten, denn es geht auch ohne diese täglichen kleinen Lügen.

Doch diese Notlügen, so entbehrlich sie auch sind, werden ohne große Bedenken nicht als sündhaft eingestuft, sondern als menschliche Unzulänglichkeit. Es wird auf allen Ebenen des täglichen Geschehens in Politik, im geschäftlichen, im Privaten gelogen, dass sich die Balken biegen.

Politiker, die notfalls nicht lügen können, sind Fehlbesetzungen in jedem Amt! Machen wir uns nichts vor, so ist nun einmal die Welt, so war diese schon immer und wird es auch immer bleiben. Zu oft muss sich die Wahrheit vor der Lüge aus Angst verstecken, um nicht von dieser aufgefressen zu werden. Umgekehrt erlebt man dieses genauso!

Auch die großen Lügen, die die Welt beherrschen, welche die Menschen drangsalieren, Unrecht zu Recht umbiegen, da die Staatsräson es gebietet, Kriege inszenieren, falsche Bilder für Kriegsgründe benutzen und sogar für diesen Zweck herstellen, sind in der Geschichte und auch heute erschreckende Normalität genau wie das Stehlen.

Das Neunte und das zehnte Gebot:
(Dieses wird in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition als ein Gebot verstanden.)

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Diese zusammengefassten Gebote erklären sich schon im Text aus sich selbst und benötigen keinerlei Interpretationen von mir. Die in von mir zum sechsten und siebten Gebot stehenden Auslegungen kann man durchaus auch auf diese beiden Gebote anwenden.

Schaut man sich in unserem Weltgeschehen mit klarem unverstelltem Blick einmal objektiv um, entdeckt man unschwer, das gerade diejenigen Politiker in unserer westlichen Welt, die ständig auf gemeinsame Werte pochen, selbige nicht andauernd unterm Arm tragen. Nur sehr wenige Politiker, wenn überhaupt, werden den Werten, die aus den Zehn Geboten der Christenheit erwachsen gerecht.

So werden diese Zehn Gebote instrumentalisiert, da man seitens der Politik diesen nicht gerecht werden kann und will, aber den Bürgern suggeriert, dass man dies könne und auch praktiziere.

Das aber ist für sich schon eine Lüge! Aber Politiker müssen lügen können, denn die Lüge gehört zu ihrem Berufsbild! Politiker dürfen einfach nicht immer die Wahrheit sagen, sosehr sie dieser auch verpflichtet sind, ansonsten sind diese im falschen Beruf.

Ich beschreibe hier einen realen Zustand, denn wir alle bemerken doch die überall auflodernde Unwahrheiten und Relativierungen von einmal Versprochenem nebst relativierten oder gebrochenen Verträgen.

Oder glauben Sie liebe Leser angesichts der Nullzinsen ihrer Geldanlagen, der Gebühren beim Geldabheben am Automaten, der zusätzlich drohenden Inflation, die ihre Guthaben wie im Backofen mit Ober- und Unterhitze wegschmelzen lassen, immer noch an die Sicherheit unserer Sparguthaben, wie sie von der Kanzlerin und ihrem Finanzminister Steinbrück 2008 in aller Öffentlichkeit garantiert wurde? Das war so eine klassische notwendige, unverzichtbare Notlüge ohne parlamentarische Legimitation, da gar nicht soviel Bargeld vorhanden war, um einen Banken-Run, der damals drohte zu bewältigen! Wenn alle Bürger ihr Geld 2008 auf einen Schlag hätten abheben wollen, wäre das komplette Geldsystem zusammengebrochen. Die Lüge wirkte, die Bürger vertrauten der Kanzlerin und blieben fern ihrer Konten.

Da dieses Unvermögen aber im gesamten Wertekanon der westlichen Welt vorhanden ist, gerät die ständige Berufung unserer Politiker weltweit auf diesen geradezu zur Farce, von der sich die Bürger angewidert abwenden und von den Wahlen folgerichtig fernbleiben. Generell kann man sagen: Wenn Politiker von Werten sprechen, sollte man den Raum verlassen.

Ob sich Politiker Anbetracht der Zehn Gebote frühmorgens noch im Spiegel betrachten können, halte ich für sehr fraglich. Wenn diese dennoch morgens ihr Konterfei betrachten, dient dies wohl eher der Korrektur nächtlicher Einflüsse ohne Moralisierung ihres Tuns vom Vortag. Denn heute, im neuen Tag handeln diese wieder nach alter Gewohnheit und nicht im Sinne der christlichen Werteordnung!

So kommen wir dann auch zu dem Schluss, dass ein Volk die Politiker hat, die es verdient, denn wir alle nehmen es mit den christlichen Werten nicht mehr so genau und verschließen so weniger frustriert die Augen vor den Schwächen und Neigungen unserer Politiker, die ja auch nur ein Abbild unserer Gesellschaft sind.

Sind diese aber bloß ein Abbild unserer Gesellschaft, so müssen wir uns ehrlicherweise die Frage stellen, ob wir zu den Werten der Zehn Gebote, also unseres westlichen Wertekanons selbst wieder zurückfinden wollen.

Das allerdings ist ein schwerer steiniger Weg, der mit Treue, Bescheidenheit, Ehrlichkeit in allen Lebenslagen, frei von Lügen, und Begehrlichkeiten auf allen Feldern des menschlichen Daseins gepflastert ist.

Die dafür aufzuwendenden Kräfte sind geradezu übermenschlich und fehlten in Vergangenheit, im Heute und werden auch in der Zukunft fehlen, da wir Menschen sind, mit all unseren Fehlern und Schwächen, welche mit diesen Mängeln behaftet, unsere Gesellschaft, so auch Politiker und die Welt prägen. Welch ein Kreislauf!

Heiner Hannappel
Koblenz

Stichworte: Werte, Politik, Bibel

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