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Kommentar: 11. 01. 2017: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
2017. Kein guter Start!



Eine Zustandsbeschreibung! Auch dieses Jahr geschieht Vieles wieder unter unserem Radar!

Auch in diesem Jahr stehen wir wieder täglich frühmorgens auf, gehen zur Arbeit, ziehen unsere immer weniger werdenden Kinder groß, schauen besorgt auf die erschreckend schnell schrumpfende Zahl künftiger Elterngenerationen, auf die Geburtenraten der Flüchtlinge und neu hinzugekommener Menschen, die auf einmal „oh Wunder“ unsere Geburtenstatistiken und Demografie aufhübschen.

Wir leben unser Leben, erleben Partnerschaft und Familie, gehen unbehaglich voller Selbstzweifel zu den Landtagswahlen und zu den Bundestagswahlen im September, wählen ohne Überzeugung wieder einmal das kleinere Übel, sehen das Knirschen im Gebälk unserer Gesellschaft, die strapaziösen sündhaft teuren Null- und Fehlentscheidungen einer Regierungschefin und ihres Kabinetts, welchen anscheinend allesamt der Sinn ihrer Amtseide abhandengekommen ist.

Wir sehen deren krampfhaften Bemühungen, ihren innen- und außenpolitischen Murks und die Verschleppung wie Vertuschung der Krisen im Euroland mit den anstehenden Kosten auch für die Millionen Flüchtlinge für uns alle noch als Erfolge dastehen zu lassen und dass wir uns trotz deren scheibchenweiser Erklärversuche ihrer unsteten Politik uns doch als informierte Gesellschaft zu fühlen haben.

Wir erleben eine heillose Zerstrittenheit der C-Schwesterparteien über eine nach neuem CDU Sprachschatz „atmende Obergrenze“ und deren CSU-Ablehnung und lesen erstaunt, dass unter unserem Radar in 2016 wieder ca. Hunderttausende zu uns kamen! Nur! Und darüber sollen wir doch gefälligst glücklich sein! Wir schauen auf unsere Vermögensbildung und erschrecken vor der Zukunft, deren finanzielle Demontage in 2017 an Talfahrt gewinnen wird. Schöne Aussichten! In freundlichen Pastellfarben und einer in ihren drei Legislaturen zu Neujahrsansprachen sattsam bekannten Märchenerzählerstimme malte die Kanzlerin uns unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit schön. Ihr Verweis auf die niedrigen Arbeitslosenzahlen vermisste die Erklärung, warum für Familien mit zwei Achtstunden Jobs der Eltern, Alleinerziehenden und vielen Rentnern der Monat finanziell schon am Zwanzigsten endet und 20% der Arbeitenden in Teilzeit, Leiharbeit, Minijobs und Niedriglohn arbeitet, da Deutschland in Europa das Vorzeigedumpinglohnland Nr. 1 ist und seine Nachbarn damit zunehmend ärgert und erpresst!

Diese wiederum lassen die Kanzlerin ob ihrer Alleingänge in den Asylanten- und Flüchtlingsaufnahmen im Regen stehen, heute Morgen und übermorgen, denn es ist 2017 überall Wahlkampf, da stören Flüchtlingsdebatten ungemein.

Hinzu kommen noch die vielen Kriege einer immer unfriedlicher werdenden Welt wie in Nah-Ost mit ihren Fluchtwellen nach Europa, bevorzugt nach Deutschland hinein, die sich künftig drastisch verändernde Machtkonstellationen von eine unipolaren in eine multipolare Welt, in der die USA nicht mehr das alleinige Sagen haben. Dazu noch die am 20. Januar kommende Vereidigung eines neuen US-Präsidenten Trump, dessen mögliches Wirken die Regierenden weltweit in Angststarre versetzt.

Die unablässig vor sich hinschwelenden Schulden- Finanz- Banken- und Eurokrisen. Vieles davon ist auf Fortunanetz zu lesen. Nun, das haben wir schon alles irgendwie gewusst, da vieles in der Presse stand und TV Dokusendungen uns kompetent den Glauben an unsere bisher heile Welt nahmen, um uns auf härtere Zeiten einzustellen, an denen unsere Bundesregierungen unter Kanzlerin Merkel durch deren heftige Untätigkeiten ein gerüttelt Maß an Schuld tragen.

Die EU zerfleddert sich gerade von selbst und erlebt einen seit 1945 nie gekannten Rechtsruck, der von der Bundesregierung zwar beklagt wird, die ständig besorgt warnt, doch bitte nicht zu sehr nach rechts zu schauen, obwohl gerade von links, besser von der Antifa mit ihrer angewendeten Gewalt gegenüber Anders-denkenden, gepaart mit unglaublicher Ignoranz gegenüber geltendem Recht unsere deutsche Demokratie gefährdet wird, während die Regierungsparteien Deutschlands deren Unsitten ignorierend weiterhin an den Ursachen deutschen Unbehagens vorbei regieren und so zu Förderern der neuen Partei AfD werden, die sich unter Vermeidung überflüssiger Statements und innerparteilicher Querelen nur noch still zurückzulehnen braucht, um im September mit bis zu 18% und mehr im Bundestag zu erscheinen.

Der Terror in Deutschland nimmt bedrückende Ausmaße an, schaut man auf Berlin, welches wie ein Brennglas das Unvermögen staatlichen Handelns und Koordination aufzeigt, Gesetze richtig umzusetzen. Dieses mörderische Attentat hätte dann so wohl nicht stattgefunden.

Denn der Täter Amri aus Tunesien mit seinen 14 Identitäten, mit denen er uns dreist betrog und unbehelligt durch die Gegend reiste und wie viele andere nicht registrierten Emigranten staatliche Zuwendungen abkassierte, war mehrfach auffällig, mehrfach in Haft, mehrfach entlassen und den Behörden bekannt! Immer neue Gesetze und Verschärfungen werden gefordert, ohne die bestehenden einmal richtig und konsequent umzusetzen. Aber dazu müsste man ja Verantwortung übernehmen und sich bei den Hobby- und Berufstolerierern unserer sich zu Tode differen-zierenden Gesellschaft unbeliebt machen!!!

Wer kennt denn schon die Gesichter der 12 Ermordeten, der 56 Schwer- und 12 Schwerstverletzten von Berlin, wer deren Namen, hinter denen sich zum Weihnachtsfest 2016 unbeschreibliches Elend, Kummer und Trauer in den betroffenen Familien verbirgt.

Kein Staatsakt, keine tagelange Staatstrauer wie in anderen Ländern, zu denen die Kanzlerin anreiste. Wer redet über die Betroffenen, denen in den Medien kein Gesicht gegeben wurde, wer übernimmt auch nur ein wenig Schuld, ist diese doch bei den zuständigen Stellen offenkundig! Quasi klammheimlich und still verschwanden diese trauernden Familien dieses Mordanschlags von der Oberfläche der Berichterstattung! Und die Weihnachtsmärkte Berlins öffneten wieder, als wäre nichts passiert.

Aus Trotz sagt man. Ich nenne das pietätlos für jede Stadt, besonders für die Hauptstadt Berlin. Nach eventuell weiteren noch so schlimmen künftigen Anlässen wird dieser Trotz, unsere Lebensart vom Terror nicht verbiegen zu lassen, dafür herhalten, über die Trauernden hinweg zu Tagesordnung überzugehen. Das soll unsere Kultur der Trauerbewältigung in der Zukunft sein?

Wer hilft denn diesen Trauernden! Wer von den Verantwortlichen in Berlin nimmt diese wenn auch nur symbolisch in die Arme? Wer sieht sich wenigsten für eine angemessene Entschädigung zuständig?

Hier wären die schusseligen Bundesländer und die Bundesregierung gefordert, die ja mit ihrem Versagen an den deutschen Grenzen 2015/16 diesen Abschaum, der an keine Hautfarbe oder Religion gebunden ist, den es aber in jeder Gesellschaft und Religion auf der Welt gibt, unkontrolliert zu uns hereingelassen haben!

Ja die realitätsferne GRÜNEN Politikerin Peters störte sich sogar an dem polizeilichen Arbeitskürzel NAFRIS, obwohl die bundesweit hoffnungslos unterbesetzten Polizisten unter Hintanstellung ihres privaten Lebens ihrer eigenen Sicherheit und Millionen Überstunden in Köln ein weiteres Desaster verhindert haben. Es müssen sich doch nun die Regierenden zwingend die Fragen stellen, warum sich wieder Tausende Nordafrikaner und andere bei uns Schutz- oder Arbeitsuchende aus dem Maghreb via Smartphone zusammenrotteten, um unsere Geduld auszureizen. Und das nicht nur in Köln. Nun wohl Jahr für Jahr!

Aber alles hat ja nichts mit dem Islam zu tun, wie uns hilflos nach jedem Negativereignis oder Attentat vorgekaut wird! Hat es doch! Zwar sind es islamische Extremisten, Salafisten, Terroristen, die nichts mit dem friedlichen Islam gemein haben, doch wie energisch distanzieren sich denn die deutschen Muslime, deren Islamverbände, die islamischen Religionspäpste und Korandeuter der ganzen Welt in den Moscheen von diesen Verbrechern und verhängen für solche Mörder einen Religionsbann. Dann wäre Schluss mir den 72 wartenden Jungfrauen im Jenseits! Nichts Derartiges geschieht. Und die deutsche Staatlichkeit lässt es in allen Bundesländern zu, dass in einschlägig bekannten Moscheen weiterhin die in Turnhallen in Langeweile ausharrenden frustrierten Flüchtlinge im Sinne der islamischen Extreme indoktriniert werden wie in Neukölln!

Es wirkt ja schon grotesk, wenn aus dem Kreis von Asylanten, Flüchtlingen jedweder Art Gesetzesverstöße, oder Verbrechen bekannt werden und geständige Überführte mit Wortbegriffen wie wahrscheinlich, mutmaßlich, könnte, soll, möglicherweise, vielleicht, angeblich indirekt von den Behörden und den Medien in Schutz genommen werden und konsequente Kontrollen an unseren Grenzen mit dem Wortvokabular menschenverachtend. Fremdenfeindlich, ausgrenzend versehen werden, obwohl damit unsere Sicherheit besser gewährleistet würde.

Die deutsche Politik duckt sich weg und übt sich in Leisetreterei, wo energisches Handeln erforderlich wäre! Diese Toten und Verletzten von Berlin vor den Feiertagen kamen der Berliner Politik im Rathaus und im Kanzleramt zur Unzeit. Dementsprechend wurde die Trauer flach gehalten, zwar wie immer scharfe Verurteilungen ausge-sprochen, aber kein Wort der Tröstung von der Kanzlerin, dem Bundespräsidenten oder vom Bundestagspräsident Lammert! Diese saßen bei der Trauerfeier mit angestrengt ernsten Gesichtern ohne Regung, ohne Worte da! Ein erbärmliches Armutszeugnis für die oberste Staatsebene!

Das Leisetreten zu derartig bedrückenden Geschehnissen wird zunehmend zur Gewohnheit in den Regierungsetagen, die genau wissen, welch einen Sprengsatz diese konzeptionslos auf Sicht agierende 180 Grad Wendekanzlerin in Millionenzahl in unser Land lies und sich heute mit Worthülsen von ihrer Verantwortung wegduckt und ihr Fehlhandeln für uns Deutsche als „Herausforderung“ und „eine an uns herangetragene“ geschichtliche Aufgabe interpretiert und die Folgen „Tragödien“ nennt. Die wirklichen Probleme kommen doch erst noch auf uns zu und deren erkennbare Ansätze werden von der Politik heruntergespielt, deren Regierungspopulisten jeden Hinweis darauf als rechten Populismus abtun. Was, wenn der familiäre Zuzug, der jetzt schon unter unserem Radar im Gange ist, bald in Millionenzahl in Gang kommt, dann millionenfach Arbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen fehlen und die Konkurrenz um beides die heimische Gesellschaft auf die Palme bringt, die das alles bezahlen muss?

Was, wenn die ca. 500.000 Ausreisepflichtigen jetzt schon erkennbar nicht ausreisen und ausgeflogen werden können, da keiner weiß wohin?

Und wenn man dann wüsste, wohin, wären es kostenintensive 1.650 Flüge mit voll besetzten Großraumfliegern. Was, wenn die Bundesländer sich weiterhin nicht in der Lage sehen abschieben zu können wie bislang? Was, wenn bei Millionen Hinzugekommenen sich der Frust breitmacht, da ihre Träume anders aussahen als unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit, in der sie kaum akzeptiert werden? Dann haben wir nicht nur Terroristen ins Land gelassen, sondern wir züchten diese in Turnhallen und erbärmlichen Lagern selbst, deren innewohnenden Probleme uns verschwiegen werden, mithilfe der in den provisorischen Unterkünften agierenden Helfershelfer des extremen Islams und der Terroristen, die die Schwachstellen unserer toleranzversessenen, differenzierungs-wütigen Demokratie fast täglich austesten!

All das ereignet sich aufgrund der von den Behörden unter Deckeln gehaltenen Informationen außerhalb unserer Wahrnehmung, also unter unserem Radar!

Genau so die noch lange nicht gelöste und in die Zukunft verschobene, sich aber wie ein Schwelbrand unter der Oberfläche ausbreitende Schuldenkrise der Banken, Staaten und des alle erwürgenden und lähmenden Eurosystems!

Alles spielt sich doch offenbar vor unseren Augen ab, wie auch die Entwertung unserer Spar- und Anlagevermögen. Ach ja, Sie bekommen sicher auch noch die Entgleisungen der EZB und ihres Chefs Mario Draghi mit, der mit Billionen wertloser, quasi aus dem Nichts geschaffener Euro unsere Geldwertstabilität untergräbt, um eine Inflation so um die 2% in Gang zu setzen. Null Zinsen auf unseren Sparbüchern reichen wohl noch nicht, um eine Entschuldung der EU-Staaten auf Kosten der Sparer zu bewerkstelligen!

Mein Kompliment, wenn Sie das alles wissen, gehören sie, liebe Leser zu dem Teil unserer Gesellschaft, den unsere Regierung fürchtet, da Sie an einer Wissensschwelle stehen, deren Überschreitung die Regierungen noch mehr fürchten, da Sie sich nämlich dann auf einer Ebene umschauen, die für die Allermeisten nicht sichtbar ist, also unter deren persönlichen Radar liegt, nämlich eine unsichtbar getätigte Finanzpolitik mit für die Bevölkerung unsichtbaren Absichten und Zielsetzungen.

Nach der Euroeinführung, der Gründung der EZB und des Target2 Systems war die EZB in ihren Statuten/Mandaten eingebunden in der Pflicht eine Geldwertstabilität zu bewahren, also unseren Euros den zugewiesenen Wert im Verhältnis zu den ehemaligen nationalen Währungen zu erhalten.

Geldwertstabilität war das oberste Gebot der EZB, die allen nationalen Notenbanken anteilsmäßig gehört. Deutschlands Notenbank, also die Bundesbank ist im Besitz von ca. ca 27,5 % der EZB und ihr Stimmrecht ist genau so gewichtig wie das von Malta, dem Stecknadelkopfstaat im Mittelmeer. Ist doch prächtig, oder nicht?

Was die wenigsten aber wissen, dass die EZB entgegen ihrer vertraglichen Ausrichtung einen Paradigmenwechsel vollzogen hat, nämlich den Kurswechsel von einer Finanzpolitik, die der Bewahrung und Erhalt des Geldwertes, also des Euro dient, hin zum Erhalt des Euroraumes. Das allerdings ist ein grundsätzlich anderes, als das der EZB vertraglich vorgegebene Ziel! Mit Billionen Summen ungedeckten Geldes, monatlich ca. 60 bis 80 Mrd. Euro werden nun marode Staatsanleihen, Bankenschrott und bald auch Firmenpapiere aufgekauft, um die Kreditkosten der überschuldeten Staaten auf ein erträgliches Maß unter 7% Zinslast zu drücken, was auch gelang, was aber auch zu der kuriosen Situation führt, das Deutschland als wirtschaftlich stabilster EU-Staat für seine Schulden noch Geld bekommt oder kaum Zinsen zahlen muss, so auf Dauer seine Schulden in fast zinsfreie Schulden umwälzen kann. Desgleichen wird auch bei den Firmen geschehen, die mit kostenlosen Schulden nicht mehr wirtschaftlich zu denken brauchen, da die EZB zum Aufkauf des angerichteten Schadens bereitsteht. Alles längst geschehen bei den Banken!

Dass mit der Euroeinführung etablierte Target2 System, welches dazu erschaffen wurde, als grenzüberschreitendes Zahlungssystem der Notenbanken des Euroraumes untereinander zu dienen und in dem anfallende Zahlungsverpflichtungen immer gegen Mitternacht ausgeglichen werden müssen, ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Bei der Deutschen Bundesbank haben sich bis heute Anfang Januar 2017: 754,26 Mrd. Euro Forderungen angehäuft! Über das Doppelte des Bundeshaushaltes. Kranke Banken der Eurozone mit Mrd. faulen Krediten in ihren Büchern werden von den nationalen Notenbanken, die nach wie vor das Recht zum Gelddrucken haben, reichlich mit den sogenannten ELA-Krediten aus den nationalen Druckmaschinen bedient, was folglich eine ungeheure Geldmengenausweitung zulasten der Eurostabilität bedeutet mit unvorhersehbaren Folgen auf unsere Lebenssituation. Die Deutsche Bundesbank ist faktisch der größte Gläubiger der EZB und der Eurozone und wehe ein oder mehrere Staaten gehen pleite, denn dann muss der deutsche Steuerzahler bei dem Ausscheiden von Staaten für die Target2 Salden der Bundesbank haften!

Dieses Phänomen der Überschuldung von Staaten ist weltweit zu beobachten und weltweit sind die betoffenen Nationen nicht mehr in der Lage, mit schuldenbasierten Finanzspritzen ihre Wirtschaften zu stimulieren. Das Schuldenspiel ist völlig ausgereizt.

Da in Europa die Staaten untereinander wegen des Euro nicht mehr auf und abwerten können, bleibt diesen nur eine weitere Verschuldung in selbigen mit einem ungeheuren Druck auf die Löhne um die einzelnen Ökonomien gegenüber Deutschland konkurrenzfähig zu machen. Nur, weiter verschulden geht auch nicht mehr, denn wer soll denn Kredite in Abermilliarden vergeben, wenn das Vertrauen futsch und die Kreditwürdigkeit dahin ist?

Über allem aber schwebt der Gedanke, eine Währungsreform auf breiter Ebene zu vermeiden, einen Status quo so lange zu erhalten, um die Staaten zulasten ihrer Bürger und deren Vermögen still und klammheimlich zu entschulden. Ein Aufruhr in der Bevölkerung wäre bei einer Währungsreform vorprogrammiert, gerade bei uns Deutschen. Also bleibt nur die heimliche, schleichende Enteignung, welche so keiner richtig bemerken soll.

In dieser Phase befinden wir uns zurzeit!

Sparguthaben schmelzen ab, Versicherungen können keine Gewinne mehr erzielen und werden unattraktiv, Banken verlangen Kontoführungsgebühren, da auch sie bei der EZB für parkendes Geld Zinsen zahlen. Die EZB bläht mit Billionen die Aktien und Finanzmärkte auf, um Inflation zu erzwingen, die aber wegen der steigenden Energiepreise sowieso in Fahrt kommt und in 2017 bei 1,7% liegen wird. Außerdem kauft die EZB mit dem Billionenaufkaufprogramm marode Staats- und Bankenpapiere auf und will das gleiche auch bei Firmen machen.

Unglaublich zu sehen, wie hier die Maastrichtverträge gebrochen und relativiert werden und eine ganze Vertragskultur sich in Luft auflöst, um ein marodes Finanzsystem unter allen, aber auch allen Umständen am Leben zu erhalten. Die Abschaffung des 500 Euro Scheines wird mit der Verbrechens- Korruptions- und Terrorismusbekämpfung begründet, dient aber in Wirklichkeit dazu, den Bürgern und Banken eine Bargeldhortung zu vermiesen, da man den gläsernen Bürger über die Abschaffung des Bargeldes plant. So werden die Lagerungsräume für die Banken und Versicherungen, die ihr Geld nicht mehr teuer bei der EZB parken wollen und lieber kostengünstiger eine eigene Geldlagerung bevorzugen immer größer und teurer, unattraktiver. Verschwindet dann geplant auch noch der Zweihunderter, wachsen die Lagerräume und deren Kosten ins Uferlose, noch mehr, wenn auch der Hunderter infrage gestellt wird.

Das Ziel ist, dass das Bargeld vom Markt quasi verschwinden soll und wie schon gesagt, die Bürger transparent werden, um jeden noch so kleinen Einkauf nachvollziehen zu können! Jeder, vom Kind bis zum Greis hinterlässt, egal wo er Zahlungen tätigt, seine Spuren und wird gläsern. Seine Gewohnheiten, seine Süchte, sein Ess- und Trinkverhalten, sein Rauchen, seine Standorte beim Zahlungsverkehr, alles ist dann dokumentiert für den Staat, für Firmen, für die Krankenkassen, die bei Süchten egal welcher Art Sanktionen für die Betreffenden verhängen können! Demokratie, was ist denn das dann noch, doch nur noch eine von buckelnden Bürgern getragene Worthülse!

Wehren wir uns rechtzeitig und zeigen bei den Wahlen den Parteien und Regierungen, wem sie zu dienen haben. Nicht den Konzernen, nicht den Banken, nicht der Wirtschaft und im Großen nicht dem kaltherzigen Neoliberalismus, sondern uns, den Bürgern, welche diese auch abwählen können!

Dieses Jahr 2017 wird ein Jahr sein, indem viele merken, was da auf uns zukommt, denn vieles kann nicht mehr unter unserem Radar gehalten werden! 2017 wird ruppig, und da Wahlen auch in Deutschland anstehen, wird uns das Blaue vom Himmel wie schon immer vor Wahlen versprochen und nach den Wahlen wieder kassiert werden.

55 Jahre beobachte ich nun als Jahrgang 1944 die Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt und seit 2000 als schreibender Zeitzeuge die Entwicklungen auf unserem geplagten aber schönen Globus doch noch nie hatte ich ein derart unbehagliches Gefühl angesichts der weltweiten immer kriegerischer werdenden Entwicklung, angesichts der ungeheuren Verschuldung der westlichen Industriestaaten, die dabei sind, ihre schon zur Gewohnheit gewordenen Führungspositionen in der Welt zu verlieren.

In 2017 wird sich vieles fortsetzen, was sich schon 2015/2016 angebahnt hat. Der neue US-Präsident Trump kann Fluch, aber auch Segen sein, Letzteres, wenn er den unsinnigen Konflikt mit Russland beendet und damit dem amerikanischen industriellen Rüstungssektor kräftig auf die Füße tritt, für den Krieg nur Gewinn bedeutet, dem die durch seine Waffen sterbenden Menschen völlig egal sind.

Wenn Trump den Protektionismus wieder einführt, um der US Industrie Vorteile zu verschaffen, die FED die Zinsen erhöhen lässt, richtet er in dieser global in Finanzen und Wirtschaft vernetzten Welt ein Durcheinander ohnegleichen an. Wirtschaftskonflikte, Finanzkonflikte, welche selbst befreundete Nationen in erbarmungslose Konkurrenz bringt, können auch kriegerische Folgen haben.

Ganz schlimm ist allerdings, dass in diesen unruhigen und unruhiger werdenden Zeiten kein politisches Talent weit und breit zu sehen ist und die Politik in einer erschreckenden Mittelmäßigkeit dahin dümpelt. Und wo Weitsicht und Vernunft, ja auch Visionen gefragt sind, regiert nur noch die Macht des Geldes über den Primat der Politik. Dieser muss dringend und schnell wieder zurück auf den Platz, von dem er in den Demokratien von dem Neoliberalismus verdrängt wurde, nämlich zugunsten der Völker und der Bürger in deren Parlamente und Regierungen!!!

Ach ja, nicht zu vergessen mein beliebter Spruch, der sich an den Ausspruch des berühmten römischen Politiker Cato anlehnt, der sich nach jeder seiner Reden im Senat wiederholte: „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss!“

So meine ich: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Euro abgeschafft werden muss!

Heiner Hannappel
Koblenz

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