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Kommentar: 24. 11. 2016: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Die Lotsin bleibt an Bord.



Freuen(?) können wir Deutschen uns nun darüber, dass in Europa und den westlichen Industriestaaten die Kanzlerin die einzige Konstante innerhalb der wechselnden Regierungen auf unserem Kontinent bleibt: Angela Merkel, die Worthülsenkanzlerin, welche nach langem Überlegen nun auf der Brücke bleibt. Ihre Entscheidung ist keine Pflicht, wie sie vorgibt, sondern die Vermeidung von Entzugserscheinungen von Macht! Denn wenn Regierungschefs wie sie so lange auf dem Gipfel stehen, schaudert sie der Blick in das tiefe Tal der Unbedeutsamkeit!

Ihre Kursvorhaben, wie bei den Scheinlösungen der Eurokrise und der Flüchtlingsproblematik führten schon nach dem Murren und Aufbegehren bei Passagieren und im Maschinenraum zu der Äußerung der Kapitänin: „Dass das nicht ihr Schiff/Land sei“.

Abwarten, Aussitzen, und auf Sicht fahren waren und werden das Merkmal dieser Lotsin bleiben. Nur dürfen plötzlich notwendige Kurskorrekturen nicht vorkommen, denn schnelles Agieren ohne Kommandos aus Übersee sind nicht ihr Ding, wie man an den längst zu stornierenden Russlandsanktionen sieht, die unsere Wirtschaft bisher ca. 17 Mrd. Euro nebst Jobs kosteten. An und auf den Weltmeeren wird die See ruppiger und so mancher Eisberg muss schnell reagierend umfahren werden, sonst geht es dem deutschen Supertanker wie der Titanic, die auf Sicht gefahren gegen den Eisberg knallte.

Kanzlerin Merkel ist mit ihren Erfahrungen eine hervorragende Verwalterin und Bürokratin des Kanzleramtes, aber keine Gestalterin unserer Gesellschaft, jedoch mit der Eigenschaft, die essenziellen Probleme Deutschlands in die Zukunft zu verschieben.

Ihre Selbstinszenierung in der Sendung „Anne Will“ war an Erkenntnisunwilligkeit und Selbstzufriedenheit nicht zu überbieten. Mir wurde übel.

Nun hat sie weitere vier Jahre Zeit, da sich in der CDU/CSU und in den anderen Parteien kein ernst zu nehmender Mitbewerber zeigt. Ein erbärmlicher Zustand, der auch bei der Kür des neuen Bundespräsidenten zu erkennen ist.

Wieder vier Jahre „Alternativlosigkeit“, das genaue Gegenteil einer lebendigen Demokratie.

Was hat diese Kanzlerin uns denn angesichts ihrer letzten Legislaturperioden noch zu bieten? Wie viel Frische, Ideen und Rahmenprojektionen für einen Neustart? Es wird ein „weiter so“ werden, mit allen Lähmungserscheinungen in unserer Gesellschaft.

Und die Mehrzahl der Deutschen wird sagen: Gut so! Bis das Erwachen kommt. Nach vier Jahren. Oder schon früher? Mit diesem Auftritt bei Anne Will hat Frau Merkel Ihre Götterdämmerung eingeleitet: Es werden elend lange quälende vier Jahre, die uns wie ein Siechtum der Demokratie vorkommen werden.

Heiner Hannappel
Koblenz

Stichworte:US-Wahl 2016, Werte

Namen: Trump, Merkel, Hannappel

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