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Kommentar: 12. 03. 2016: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Mario Draghis zinsfreie schöne Welt!



Die Zinsen sind weg. Weihnachten, Ostern und Pfingsten auf einen Schlag, Bürger Europas freut euch doch endlich, besonders wir Deutschen, bevor die nächste Flüchtlingswelle unsere Freude trübt und die wahren Kosten der Beherbergung und Alimentierung von 1,45 Millionen Menschen und der Euroraumrettungen uns allen vorgelegt werden!

Es gibt keine Zinsen mehr im Euroland! Welch gerechter Zustand ohne dieses auf Schulden basierende Gierzinssystem, in dem die Löhne nicht mehr hinter den Zinsen herjagen müssen, oder umgekehrt. Die Zockerei und Wetten auf fallende oder steigende Zinsen gehört nun der Vergangenheit an. Welch eine schöne Zukunft tut sich da auf!

Aber denkste! Mit geradezu brachialer Gewalt stemmte sich der EZB Chef Draghi in die von der Flüchtlingsmisere abgelenkte Öffentlichkeit, indem er eine veritable Sauerei durch die Presselandschaft und Konten der Bürger treibt und so nebenbei sein letztes Pulver auf sparende Bürger verschoss. Anstehende Wahlen am 13.3.2016 und der nächste Gipfel am 17.3.2016 sorgen schon dafür, dass die Aufregung nur von vorübergehender Natur bleibt. War diese Terminierung Absicht?

Banken brauchen nun für wertlose, im Computer generierte Euro keine Zinsen mehr zu zahlen, sondern müssen nur für geparkte Gelder einen Zinssatz von minus 0,4 Prozent berappen, was diese sich von ihren Bankkunden in Form von Gebühren oder Minuszinsen wiedergeben lassen.

Ist das nicht schön. Ja, verdammt noch mal, freut euch doch endlich, ihr wohlstandsverwöhnten Miesepeter, geht mit einem Blumenstrauß zu eurer Bank und fordert im Sinne Draghis einen Kredit ohne Zinsen, denn ihr sollt ja so die Wirtschaft stimulieren. Ihr Bürger Europas könnt euch jetzt doch noch mehr zinslos leisten, um die Wirtschaft anzukurbeln, was doch der eigentliche Sinn der bürgerfreundlichen Maßnahme vom „König ohne Land Draghi“ sein soll!

Aber Pustekuchen, die Bank lacht euch aus, denn man kann doch zinsfrei erhaltenes Geld nicht so einfach an euch verschenken. Das tangiert doch die genetische Veranlagung der Bankenwelt! So was macht man doch nur innerhalb von Familien oder unter guten Freunden.

Bitte, also ehrlich, seit doch nicht so widerspenstig am Bankschalter, wenn euer Bankberater für den Kredit in Draghis zinsloser Welt unbegreiflicherweise doch noch Zinsen verlangt, und ärgert euch doch nicht so kleinbürgerlich über eure Überziehungszinsen, denn die Banken müssen doch auch leben, sogar überleben, ganz besonders die Boni der Banker!

Nun seit ihr Bürger aber so richtig desillusioniert, da die zinslose Welt nicht für euch, sondern für einen anderen Kosmos bestimmt ist, nämlich den der Banken und der Zocker an den aufgeblähten Aktien- und Immobilienmärkten.

Nein, nicht nur die Banken, sondern auch die Staaten des Euroraums sind auf eure Mithilfe angewiesen, um sich durch eine von „König Draghi ohne Land“ angeheizte Inflation, so um unter 2%, besser entschulden zu können! Deshalb soll ja auch euer Geld, liebe Mitbürger durch Minuszinsen (was für ein scheußliches Wort) abschmelzen wie Butter in der Sonne.

Greift doch endlich zu dem, was auf euren nunmehr schwindsüchtigen Konten liegt, verschleudert doch ohne zu zögern eure Altersvorsorge, gönnt euch doch endlich mal was, um später ohne Rücklagen manipulierbarer zu werden! Das Zweitauto, der vierte Fernseher, der dritte Urlaub, die neueste Wasch- oder Spülmaschine, das allerneueste Smartphone. Ach ihr habt alles schon gerade angeschafft? Ist doch egal, denn diese Teile, sind doch nach einem halben Jahr technisch überholt, bedenkt das doch nur! Die Wirtschaft setzt auf Euch!

Bitte, bitte noch mehr als bisher auf Pump! Kredite, Kredite und nochmals Kredite, langt ohne Hemmungen zu bis endlich, ja endlich die Inflation losgaloppiert und Draghi und die Finanzminister Europas glücklich werden können!

Bitte, bitte schaut in Zukunft nicht so oft auf euer Angespartes, denn es könnte euch übel aufstoßen, wenn ihr erkennt, dass das Angesparte ohne Abhebungen immer weniger wird, denn der nette Herr Draghi will Inflation um jeden, aber auch um jeden Preis, ohne den Preis für sein Handeln überhaupt zu kennen, den der Chefjongleur des europäischen Spielkasinos in Frankfurt selbst nie bezahlen muss.

Aber regen sie sich bitte nicht zu sehr darüber auf, denn das sind wir Deutschen ja schon von der Politik unserer, über jede Kritik erhaben schwebende Kanzlerin gewohnt, die uns für ihre Euro-Griechen- und Asylantenrettungen ungefragt in Haft nimmt!

Bitte, bitte ihr lieben Deutschen, seit doch nicht so kleinkariert, und schaut nicht immerfort auf eure Versicherungspolicen, deren Auszahlungswert nicht mehr, dank Draghi euren Wünschen entspricht, da den Versicherern das Geschäftsmodell wegen der zu niedrigen Zinsen ihrer Gelder, die sie vorzugsweise in vertrauenswürdige(?), mündelsichere(?) Staatsanleihen zu 90% investieren (mussten!), nun wegzubrechen droht! Pech gehabt! Doch wer immer noch unbelehrbar ist, kann ja wider besseres Wissen ein Paar Lebensversicherungen ohne Renditen für eine vertrauenswürdige(?) Altersvorsorge abschließen!

Und wenn eure Kleinen mit stolzgeschwellter Brust mit der vollen Sparbüchse am Bankschalter ihr Gespartes einzahlen wollen, kann es passieren, dass der liebe Onkel hinterm Tresen das Geld gar nicht will und wenn er das doch will, für sein Wollen dann saftige Bearbeitungsgebühren verlangt, die einen Großteil des Ersparten schlucken. Sohnemann und Töchterchen werden dann auch schlucken, denn wie viele schöne Sachen hätte man für die Gebühren doch kaufen können.

Und wenn ihnen der auf einmal gar nicht mehr so liebe Onkel dann pflichtgemäß auch noch erklärt, dass das Geld dann auf dem Sparbuch immer weniger wird, weil seine Bank die Kosten für das Aufbewahren einbehält, kommen euren Kindern gewiss die Tränen. Es kann aber auch vorkommen, dass der liebe Onkel euer blödes Geld gar nicht mehr haben will, weil er billigeres Geld vom Onkel Draghi bekommen kann, welches er nicht immer umständlich durchzählen und in Rollen in Tresoren verpacken muss! Also immer Taschentücher mitnehmen, wenn euren Kleinen solcherart ein für sie teurer Crashkurs von Europas neuen Realitäten geboten wird!

Nach diesen wenig erfreulichen Erfahrungen gehen Sie liebe Bürger mit ihren bedröppelt dreinblickenden Kindern nach Hause und finden im Briefkasten eine satte Mieterhöhung mit der Begründung, das die herumvagabundierenden Billionen Euro des netten Herrn Drahi von den Banken und anderen Zockern der Finanzwelt in Immobilien angelegt haben und damit die Haus- und Mietpreise in schwindelnde Höhen treiben und er nun des Selbsterhaltes wegen gezwungen ist, Ihnen ins Portemonnaie zu greifen.

Der Bürger erkennt auf einmal, dass das, was im noblen, milliardenteuren EZB Hochhaus in Frankfurt, der Residenz von „König Draghi ohne Land“ am grünen Tisch, ohne das Stimmrecht der Bundesbank mit deren Chef Jens Weidmann, welche turnusmäßig ausgerechnet bei diesen Beschlüssen außen vor bleiben muss, nicht mehr seinen Interessen dient. Und er erkennt, dass die EZB, in Gestalt von Draghi alles tut, ihn um seine Lebensleistung zu bringen, denn Angespartes, für das er sich früher nichts gegönnt und es zurückgelegt hat, ist angesparte Lebensleistung, die er erarbeitet hat und für die er bald umsonst gearbeitet hat. Wie viele Tage, Wochen und Monate oder Jahre an Arbeitslohn werden so vernichtet?

Wenn sie liebe Bürger im September 2017 zu Bundestagswahl gehen, überlegen sie doch einmal, wer bei Ihrer Enteignung mitgeholfen hat, oder dieser Politik der selbstherrlichen EZB nicht in den Arm gefallen ist, da man doch von dieser auf Ihre Kosten profitiert, dann werden Ihnen gewiss die Namen von Finanzminister Schäuble und Kanzlerin Merkel und ihres Vizekanzlers Gabriel einfallen. Oder etwa immer noch nicht? Wenn Ihnen liebe Bürger doch diese Namen einfallen, und sie sich dann auch noch an das „Wir schaffen das“ ohne das „Wie“ zu nennen erinnern, haben die etablierten GROKO-Parteien sicherlich nach der Wahl Bauchschmerzen. Hoffentlich!

Heiner Hannappel
Koblenz

E-Mail: heiner.hannappel@gmx.de

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