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Kommentar: 01. 02. 2016: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Berlins komische Oper!



Schaue ich nach Berlin, habe ich den Eindruck, dass die Politik in das Haus der komischen Oper im schönen Berlin umgezogen ist, denn ich sehe Schauspielstücke, die jedem Theater zur Ehre gereichen würde. Man weiß nur nicht so recht, ob man weinen oder lachen soll, und für welches Stück man so teure Eintrittskarten in der komischen Oper bezahlen musste, Trauer- oder Lustspiel. Rote Augen und Papiertaschentücher gehören mittlerweile zu dem Ritual beim Lesen meiner täglichen Zeitungslektüre. Ehrlich;-)!

Sie geben sich alle Mühe, in TV Sendungen mit staatstragender Miene uns immer wieder mitzuteilen, was sie Großartiges „auf den Weg“ gebracht hätten, wie z. B. am 27.1.16.

Der große zahnlose bayrische Brülllöwe Seehofer, wieder fast schon zu Tränen gerührt, war „hochzufrieden“, die Kanzlerin sprach von einem guten Tag und Vizekanzler Gabriel, der einem immer mehr wie eine gespaltene Persönlichkeit, die für jede Hälfte genug Masse mitbringt, vorkommt, überspielt prächtig die Tatsache, dass das, was jetzt so gepriesen wurde, man schon am 5. November 2015 beschlossen hatte. Der Berg kreiste und gebar ein schon geborenes Mäuslein, einfach süß. Was wurde seither alles an nutzloser Zeit vertan, um jetzt mit dieser „Minientscheidung“ dem Wahlvolk vorzugaukeln, dass diese erbärmliche Schauspieltruppe, Regierung genannt, handlungsfähig sei.

Wirklich ein Stück für Berlins komische Oper.

Derweil treten bis Ende Januar an der bayrischen Grenze wiederum ca. 60.000 Migranten, Asylanten, Scheinasylanten und andere Wohlstandsflüchtlinge entgegen deutscher und europäischer Gesetzeslage illegal in den Rechtsraum der Bundesrepublik Deutschland ein und krallen sich in diesem für sie geradezu ideal gestrickten Rechtsraum fest, was von den Koalitionären, den Grünen, wie auch den Linken rigoros unter Hintanstellung der Interessen der deutschen Bevölkerung unterstützt wird.

Nichts wurde beschlossen, um dem Wunsch aller Deutschen und auch des CSU-Chefs Seehofer auch nur ein wenig nachzukommen, die Flüchtlingszahlen auf ein für uns alle erträgliches Maß zu begrenzen. Helfen wollen wir doch alle, nur nicht in einem Ausmaß, welches unser Recht, unsere innere Sicherheit und unsere ökonomischen Möglichkeiten überfordert!

Eine kleine bescheidene Aufzählung: Ende 2016 werden zu den ca. 200.000 Flüchtlingen von vor der Asylantenflut, dann zusammen mit den ca. 1,1 Millionen 2015 um Asyl nachsuchenden, es nochmals 1,1 Millionen mehr sein, die wir nach dem Duktus der Kanzlerin beherbergen und alimentieren sollen. Zusammen sind das dann ca. 2,4 Millionen, also 24 kleine Großstädte a 100.000 Menschen, die aus dem Stand heraus beherbergt und alimentiert werden müssen!

Das sind bei 1.000 Euro pro Flüchtling, bis Ende 2016, 2,4 Mrd. Euro pro Monat und dann jedes Jahr, wenn es denn bei dieser Zahl bleibt, ca. 30 Mrd. Euro Alimentierungs- und vorübergehende Beherbergungskosten für unsere Gesellschaft. Und es wird nicht dabei bleiben. In diesen Summen sind noch nicht einmal Grunderwerbskosten, Häuserbaukosten und die nachfolgende Übernahme der Mieten, Strom, Wasser und Energiekosten, Sprachschule, Kindergärten mit zusätzlichem Personal, Schulen mit zusätzlichen Lehrkräften und anfallende Gesundheitskosten eingerechnet! Da kann es einem schon mulmig zumute werden.

Ja ja, die Kosten für diese komische Oper, die in Berlin, ohne Beifall der dieser Selbstinszenierung unfreiwillig Zuschauenden aufgeführt wird, laufen prächtig aus dem Ruder.

Derweil brennt den Kommunen nach wie vor der Hintern: Unsere ausgenutzte Polizei hat weit über 1.000.000 Überstunden, die niemals abgefeiert werden können. Den Bürgern fehlt bald die Geduld und der Wille, dieser Misserfolgstruppe aus der komischen Oper Berlins noch irgendetwas zu glauben. Es ist halt unmöglich ein Trauerspiel aufzuführen und den nunmehr nicht mehr geneigten Zuschauern dieses immerfort als lustige Operette zu verkaufen und dafür noch die Eintrittspreise ständig zu erhöhen.

Seit 2005 geriert sich diese hoffnungsvoll überbewertete Kanzlerin in Europa wie eine Primaballerina, verwöhnte den Euroraum mit ihrem Austeritätssüppchen, natürlich ohne Austern und die deutschen Zuschauer mit ihren 180 Grad Wende-Pirouetten.

Die Primaballerina tanzte und tanzte und vergaß dabei völlig, dass sie im Kiesbett der europäischen Realitäten bei Weitem nicht die gute Figur abgab, die sie sich zudachte, sondern ständig und jetzt noch mit Millionen Flüchtlingsfüßen die Füße unserer immer lauter protestierenden Nachbarn traktierte, welche bislang nur deshalb stillhielten, um bei Gipfeltreffen diese Primaballerina gerne weiterhin als Melkkuh benutzen zu können.

Roms Kaiser Nero hielt sich auch für einen grandios begabten Künstler, doch keiner wollte das zu seiner Zeit in seinem Sinne würdigen, denn er traktiere zu sehr die Gemüter seiner Zeitgenossen und ruinierte mit seinem Größenwahn die Staatsfinanzen. Auch Nero entwertete die Rücklagen seiner Bürger, indem er seinen Münzen wertloseres Material beimischen lies. Doch diese bekamen das spitz und vergruben ihr wertvolleres Geld für schlechtere Zeiten. Dementsprechend nahm das Schicksal für ihn seinen Lauf.

Seine Nachfolger in Rom, in den Regierungsämtern haben von diesem Despoten die Fähigkeiten des Schuldenmachens perfekt weiter geführt. Nur wollen diese Regierungsakrobaten nicht wie Nero, die christliche Bevölkerung Harfe spielend (wie die Überlieferung erzählt) ausrotten, denn heutzutage braucht man ja Wähler ;-) und die Werte haben sich zudem in Richtung Demokratie verändert. Haben sie?

EZB Chef Draghi hat bestimmt ein Bild Neros im Arbeitszimmer hängen, denn bei der Herstellung wertlosen Geldes, heute Euro, hat er in Nero ein geradezu perfektes Vorbild.

So tanzen die Primaballerina Merkel und ihr Euro-Ballettvirtuose Draghi Europa bis an den Abgrund. Das alte Römische Reich über Ostrom und Byzanz überdauerte ca. 1650 Jahre endete ca. 1453 endgültig und wirkt noch bis heute nach!

So hat ganz Europa mittlerweile die „Schauspielkunst“ Neros und seine Fähigkeiten, über die Verhältnisse zu leben, verinnerlicht und die Protagonisten in den Etagen der Macht suggerieren uns permanent Normalität und wehe dem, der das kritisiert, der ist dann..., na was denn sonst, ein radikaler Rechtspopulist, auch wenn er sieht, dass man in den Hauptstädten, angesichts der ständig aufflackernden Buschfeuer lieber wie Nero, Harfe spielen möchte. Singen tun sie schon monoton wie eine defekte Schallplatte, „Wir sind auf einem guten Weg, wir sind auf einem guten Weg, wir si...“!

Eines weiß ich ganz gewiss, derartig chaotische Zustände in den Regierungsetagen habe ich seit Bestehen der Bundesrepublik noch nie gesehen. Null Konzept, null Prinzipien, komplette Ratlosigkeit auf allen Problemfeldern der Eurokrise wie auch der Flüchtlingskrise. Stereotyp immer die gleichen von den Realitäten in Europa und Nah-Ost längst widerlegten Statements, die die Glaubwürdigkeit der Regierenden in Bund und Länder auf null rutschen lässt. Kann man das Herumwursteln und auf Zeit spielen eigentlich noch regieren nennen? Wartet man in Berlin und in den Ländern auf einen weißen Schwan, der überraschend alle Probleme löst?

Sie haben Angst in Berlin und in den Ländern, panische Angst, dem Wahlvolk eingestehen zu müssen, dass sie sich auf den oben genannten Problemfeldern völlig verrannt haben und das der Bevölkerung in Bälde erklären müssen. Denn diese schielt von dieser jenseits der Realitäten praktizierten demokratiefernen Politik desillusioniert schon lange auf eine neue Partei, welche die Finger auf die absurden politischen Fehlleistungen der bundesdeutschen Misserfolgstruppe in Berlin legt. Lösen kann diese neue Partei den angerichteten Schlamassel wohl auch nicht. Doch als eine endlich wieder wahrgenommene Opposition, den Finger auf den angerichteten Murks legen, das kann diese sehr wohl! Deutschlands Bürger bemerken längst, dass die Kaiserin keine Kleider hat.

Heiner Hannappel
Koblenz

E-Mail: heiner.hannappel@gmx.de

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