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Analyse: 06. 09. 2014: Heiner Hannappel,Heiner Hannappel
Europas vertane Chancen! Teil V/VI



Europa verlor insgesamt durch diese kurzsichtige, nur auf die Vernichtung des wirtschaftlichen Macht- und Militärfaktors und Konkurrenten Deutschlands ausgerichtete Politik seinen prägenden Einfluss auf der Welt, bis heute.

Im Zweiten Weltkrieg, der ohne den rachsüchtigen Versailler Vertrag, oder besser Diktat, nie ausgebrochen wäre, die gleiche Konstellation. Ein wirtschaftlich wieder erstarktes Deutschland war wieder der Störenfried! Nur war es diesmal wirklich Deutschland, welches unter der verblendeten Naziherrschaft unter Hitler den Krieg auslöste, obwohl es die Bündnisverpflichtungen seiner Nachbarn mit Polen kannte. Auch hier sollte wieder gekränkter Nationalstolz befriedigt werden! Man hatte nun auf deutscher Seite nichts gelernt. Die Ergebnisse kennen wie alle.

Auch im Zweiten Weltkrieg waren die Gegner Deutschlands nur mithilfe der USA in der Lage den Krieg zu ihren Gunsten zu beenden. Und durch die gewaltigen Zerstörungen durch beide Kriegsparteien in allen beteiligten Ländern, benötigte ganz Europa amerikanische Hilfe, zumal die Sowjetunion sich als Gegner der westlichen Wertevorstellungen etablierte und immer bedrohlicher auftrat.

So erschien in der Wahrnehmung der westeuropäischen Völker die Supermacht USA über lange Jahrzehnte immer als der Freund und Helfer in schwierigen Situationen und als der freundliche Hegemon. Dass diese USA immer ihre eigenen strategischen Machtinteressen verfolgten, war doch selbstverständlich und man sah es nach, solange nach, dass man in den europäischen Hauptstädten es gar nicht mehr so richtig bemerkte, dass die Eigenständigkeit Europas mehr und mehr zerbröselt wurde. Nicht von dem aufgebauschten Popanz Russland, damals noch Sowjetunion, sondern vom Freund und Helfer USA.

Es geht mir in diesem Beitrag darum aufzuzeigen, wie Geschichte verlaufen kann, wenn in den Führungsetagen der Politik Moral, Anstand und Weitblick abhandengekommen sind. Deshalb auch dieser Schwenk in die Vergangenheit, der aufzeigt, wie leichtfertig man vor und nach 1914 die vorhandenen Friedensmöglichkeiten verwarf und zuließ, dass die USA für immer Dominanz auf die Einzelstaaten Europas ausüben können mit dem Ziel, eine europäische Einigung immer in der Schwebe zu halten, um diesen Kontinent als konkurrierenden Machtfaktor auszuschalten.

Heute 2014, hundert Jahre nach dieser europäischen Tragödie und nach dem Zweiten Weltkrieg ist Deutschland nach dieser auch 30 jährigen Krieg benannten Zeit Europas wieder die mit Anstand stärkste europäische Ökonomie! Müssen wir wieder Angst haben?

Werden wir wieder durch eine ausländische Macht dieses mal von den USA gegen unseren Willen und Interessen in eine Konfrontation mit Russland gedrängt, bei der nur wir und alle Europäer uns selbst empfindlich schädigen und die Interessen der USA bedienen, ohne über unsere eigene Interessenlage einmal gründlich nachgedacht zu haben?

Wir Europäer sollten endlich einmal erkennen, dass Russland zu Europa gehört und uns von ihm kein Ozean trennt.

Wir sollten erkennen, dass unsere wirtschaftlichen Interessen und kulturellen Bindungen zu Russland gleichwertig mit denen der USA zu würdigen und zu betrachten sind.

Wir sollten erkennen, dass wir mit einer Nation in einem guten Verhältnis leben müssen, welche uns in den finstersten Zeiten des Kalten Krieges immer vertragstreu mit Energie beliefert hat und somit auch heute unsere Industrieprodukte auf Jahrzehnte hinaus mit diesen und anderen Rohstoffen bezahlen kann.

Wie sollten erkennen, dass Europa eigenständig, zur Not auch ohne die USA auf Russland zugehen sollte, um mit diesem eine eigene europäische Sicherheitsstrategie zu entwerfen.

Vor diesem Hintergrund müssen die Europäer die nicht mehr rückgängig zu machende Situation auf der Krim anerkennen und gleichzeitig von Russland eine Zurückhaltung in der Ukraine fordern, mit der Zusicherung, dass die NATO aus der Ukraine draußen bleibt, dieses gegebenenfalls auch vertraglich und dass die Ukraine sich der EU zuwenden kann.

Ein solches Vorgehen Europas wäre ein längst fälliger Akt der Souveränität eines der stärksten Wirtschaftsräume in der Welt.

Wir sollten erkennen, dass Europa seine eigene Interessenlage vor dem Hintergrund der NSA-Spionage der USA, den Forderungen der US Konzerne, über TTIP und TISI mit Schiedsgerichten unsere Rechtslagen in den einzelnen Staaten und der EU aushebeln zu lassen, wahrnehmen, muss.

Wir sollten erkennen, dass diese Geheimverhandlungen zu den Freihandelsabkommen TTIP und TISI mit den US-Konzernen durch den Ausschluss der Öffentlichkeit, auch den Ausschluss der Demokratie bedeuten. Hier sollen Schiedsgerichte später im Streitfall staatliche Richtlinien und Rechte der Bürger aushebeln können.

Wir sollten erkennen, dass hier eine bankrotte Supermacht es versucht, noch im Fallen mit den verbliebenen Instrumentarien ihren Einfluss in Europa zu zementieren!

Wir sollten erkennen, dass der ganze Nahe Osten in kriegerischen Aufständen und Gewaltexzessen versinkt, dass den Vereinigten Staaten hier der Spiegel ihrer desolaten Politik vorgehalten wird, denn diese haben den Irak und Libyen destabilisiert zurückgelassen! In Syrien waren die USA nicht einmal in der Lage und Willens einzugreifen und müssen nun hilflos zusehen, wie sich anscheinend ein neues Staatsgebilde etablieren kann, welches sich Kalifat nennt und seinen Bürgern rückwärtsgewandte extreme Religionsgesetze und deren Ausübung mit allen Auswüchsen der Schariagesetzgebung zumutet.

So schaut man bei Israel nur noch zu und sendet unwirksame lahme Protestsignale aus, welche in dieser unseligen Zone des Hasses beider Seiten also Israelis und Palästinenser auf unfruchtbaren Boden fällt. Das Morden geht ungehemmt weiter und erzeugt auf Jahre noch größeren Hass.

Israel hat aufgrund seiner unverschämten Siedlungspolitik Schuld und die Palästinenser, weil sie zulassen, dass mitten in ihren Wohngebieten Tunnel und Raketenabschussbasen für Raketen aus Iran gebaut und benutzt werden, welche bis ins israelische Kernland reichen.

Fortsetzung folgt....

Permalink: http://www.fortunanetz.de/tageskomments/2014/September/Sept06.php





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